Die Gemeinde Unterreichenbach wählt im Herbst einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Carsten Lachenauer tritt nach drei Wahlperioden nicht mehr an. Eine erste Bewerbung für das Amt gibt es auch schon.
Lachenauer steht seit 24 Jahren an der Spitze der Gemeinde Unterreichenbach. Im Herbst 2000 wurde er zum ersten Mal zum Bürgermeister des Ortes gewählt und zwei Mal im Amt bestätigt. Doch jetzt ist es genug. Lachenauer tritt nicht mehr an.
Mögliche Stichwahl
Die Unterreichenbacher wählen am 13. Oktober einen neuen Bürgermeister. Sollte kein Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen bekommen, gibt es am 27. Oktober einen zweiten Wahlgang. Dann gehen die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen in eine Stichwahl. Von den beiden Bestplatzierten darf niemand seine Kandidatur zurückziehen, wie dies vorher möglich war. Die entsprechende Änderung des Wahlrechts beschloss der Landtag von Baden-Württemberg im vergangenen Jahr. Kandidaten müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die Höchstaltersgrenze für die Wählbarkeit (unter 68 Jahre) und die Ruhestandsaltersgrenze (73 Jahre) entfallen, teilt die Landesregierung mit.
Ab Samstag, 20. Juli, dürfen Interessierte ihre Bewerbungsunterlagen bei der Gemeinde einwerfen. In Unterreichenbach gibt es bereits einen ersten Kandidaten. Es ist Diplomverwaltungswirt Lukas Klingenberg aus Schellbronn, einem Ortsteil der Gemeinde Neuhausen. Dort sitzt Klingenberg seit 2019 im Gemeinderat für die Bürgervereinigung „Bürger für das Biet“. Der verheiratete Vater von zwei Kindern sammelte damit erste kommunalpolitische Erfahrungen. „Vor allem meine Erfahrungen als Gemeinderat haben mich motiviert, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren“, erklärt Klingenberg und ergänzt: „Als Bürgermeister beeinflusst man die Lebensbedingungen innerhalb einer Gemeinde ganz konkret und mein Ziel ist es, aus Herausforderungen unserer Zeit Chancen für die Bürgerinnen und Bürger zu machen.“ Derzeit ist Klingenberg Amtsleiter im Amt für Migration und Flüchtlinge im Landratsamt des Enzkreises.
In Region vernetzt
Auch den Landkreis Calw kennt Klingenberg bereits sehr gut, teilt der Kandidat in einer Presseerklärung mit. Von 2019 bis 2021 war der 48-Jährige Abteilungsleiter im Landratsamt Calw beim damaligen Straßenverkehrs- und Ordnungsamt und ist nach eigenen Angaben seither sehr gut in der Region vernetzt. „In Gesprächen mit Unterreichenbachs Bürgerschaft war der Zusammenhalt in der Bevölkerung stets spürbar“, begründet der gebürtige Donaueschinger seine Wahl der Kandidatur.
„Jetzt freue ich mich darauf, im anstehenden Wahlkampf die Bürgerinnen und Bürger aus Unterreichenbach, Kapfenhardt und Dennjächt persönlich kennenzulernen. Als unabhängiger Kandidat von außen geht es mir darum zu erfahren, was sie bewegt“, so Klingenberg. Dazu lädt der Kandidat zu folgenden Vorstellungsveranstaltungen ein: Donnerstag, 25. Juli, zwischen 8 und 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Unterreichenbach, Donnerstag, 25. Juli, ab 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Unterreichenbach, Freitag, 26. Juli, ab 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Kapfenhardt, Mittwoch, 31. Juli, ab 18.30 Uhr im Landgasthof Adler in Dennjächt.