Samuel Speitelsbach hat in Sulz einen Platzverweis kassiert. Foto: Maier

Bürgermeisterkandidat Samuel Speitelsbach hat es sich bei einigen Sulzern am Montag verscherzt. Nun darf er sich in Bergfelden und Dürrenmettstetten nicht vorstellen.

Sulz - "Viele Menschen waren sauer nach der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten am Montag in Sulz", merkt Hauptamtsleiter Hartmut Walter an. Der Grund: Kandidat Samuel Speitelsbach beleidigte unter anderem die Polizei, wie auch schon bei ähnlichen Veranstaltungen in anderen Städten und Gemeinden, als "Nazis" und verabschiedete sich, nachdem er von Bürgermeister Gerd Hieber von der Bühne gebeten wurde, mit dem Hitlergruß – wenn auch mit der linken Hand.

 

Bei den noch anstehenden Kandidatenvorstellungen am Dienstag, 25. Oktober, um 19 Uhr in der Gemeindehalle in Dürrenmettstetten und am Donnerstag, 27. Oktober, um 19 Uhr in der Dickeberghalle in Bergfelden darf Speitelsbach daher nicht auftreten.

Auch in Waldachtal und Haigerloch beworben

"Er hat einen Platzverweis nach Paragraph 30 Polizeigesetz erhalten", informiert Walter. "Das heißt, Herr Speitelsbach darf die Hallen an diesen Abenden nicht betreten." Sein Auftritt am Montag hatte nichts mit Kandidatur zu tun, findet Walter. "Er ist weiterhin auf dem Stimmzettel aufgelistet." Am Sonntag, 6. November, wird Gerd Hiebers Nachfolger gewählt.

Speitelsbach, der oft als "Dauerkandidat" bezeichnet wird, hat sich nicht nur in Sulz als Bürgermeister beworben. Bei mehr als 100 Bürgermeisterwahlen stellte er sich schon zur Wahl. In Waldachtal und Haigerloch versuchte er erst kürzlich sein Glück.