Bürgermeisterstellvertreterin Jennifer Lachenmann überreichte dem wiedergewählten Simmozheimer Rathauschef Stefan Feigl am Sonntag einen Blumenstrauß. Foto: Verena Parage

Jetzt ist das Ergebnis der Simmozheimer Bürgermeisterwahl amtlich.

Der Gemeindewahlausschuss hat das amtliche Endergebnis festgestellt und am Montagabend bekanntgegeben. Laut Gemeindeverwaltung ergaben sich noch geringfügige Abweichungen zum vorläufigen Ergebnis vom Sonntagabend, die insbesondere auf die Wertung der Stimmen für sonstige Wahlvorschläge beziehungsweise der ungültigen Stimmen zurückzuführen ist. Die Gültigkeit der Stimmen für in die freie Zeile eingetragene Personen können oft erst im Nachgang, etwa über das Melderegister, geprüft werden.

35 ungültige Stimmzettel

Wahlberechtigt waren 2183 Simmozheimer, 723 davon gaben ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 33,12 Prozent. Es wurden 688 gültige und 35 ungültige Stimmzettel gezählt.

Dank Für den Amtsinhaber und alleinigen Kandidaten Stefan Feigl votierten 682, was 99,13 Prozent der Stimmen entspricht. Auf Sonstige entfielen sechs Stimmen ( 0,87 Prozent).

„Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die am Sonntag zur Wahl gegangen sind und ihre Stimme abgegeben haben. Sie haben damit ihr Interesse an der Gemeindeentwicklung gezeigt. 99,13 Prozent der gültigen Stimmen zu erhalten, ist für mich persönlich natürlich zunächst einmal ein tolles Ergebnis“, äußerte sich Feigl am Dienstag.

Fast sieben von zehn Simmozheimern gehen nicht zur Wahl

Nachdenklich mache ihn allerdings die Wahlbeteiligung von 33,12 Prozent. Diese müsse zwar immer noch als akzeptabel angesehen werden, wenn man sie mit den Wahlbeteiligungen von Bürgermeisterwahlen in anderen Städten und Gemeinden vergleicht, bei denen sich lediglich der Amtsinhaber beworben hat. Auf der anderen Seite hätten sich nun zum Beispiel in Simmozheim fast sieben von zehn Wahlberechtigten dazu entschieden, nicht zur Wahl zu gehen.

Bedenklich „Unabhängig von der Situation in unserer Gemeinde halte ich solche Wahlbeteiligungen im Hinblick auf die Legitimation der Arbeit eines Bürgermeisters grundsätzlich für bedenklich, und man stellt sich natürlich die Frage, warum so viele Menschen nicht wählen gehen“, so der wiedergewählte Rathauschef.

Wenn man es sich einfach mache, könne man dies vielleicht mit Bequemlichkeit oder Desinteresse erklären. Genauso könne man aber auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Mehrheit der Bürger in solchen Fällen durch Nichtwählen ihre Ablehnung zur Entwicklung in einer Gemeinde beziehungsweise der zur Wahl stehenden Bewerber zum Ausdruck bringen möchte. „Dass solche Fragen letztlich unbeantwortet bleiben, ist nicht befriedigend“, so Feigl abschließend.