Sie haben die meisten Stimmen bekommen: Michael Hopf (links) und Matthias Stepan treten am Sonntag, 22. März, zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters in Schömberg an. Foto: Wolfgang Krokauer

Der Bürgermeisterwahlkampf in Schömberg geht in die Verlängerung. Matthias Stepan und Michael Hopf bekamen im ersten Wahlgang die meisten Stimmen – aber keiner die absolute Mehrheit.

Am Sonntag ist Bürgermeisterwahl in Schömberg gewesen. Auf dem Stimmzettel standen Michael Hopf, Steffen Uwe Hoffmann und Matthias Stepan.

 

Laut dem Amtlichen Endergebnis landete Stepan mit 47,4 Prozent auf Platz eins. Er verfehlte damit relativ knapp die absolute Mehrheit.

Rang zwei schaffte Michael Hopf mit 39,7 Prozent. Stepan und Hopf treten damit in einer Stichwahl am 22. März gegeneinander an.

Auf Platz drei landete abgeschlagen Steffen Uwe Hoffmann mit 12,2 Prozent. Er ist damit aus dem Rennen.

Von den 6022 Stimmberechtigten beteiligten sich 3676 an der Wahl. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 61 Prozent.

61 Prozent der Stimmberechtigten gingen am Sonntag zur Wahl eines neuen Bürgermeisters in Schömberg. Auf dem Bild sind Wählerinnen im Familienzentrum in der Brunnenstraße zu sehen. Foto: Wolfgang Krokauer

Udo Bertsch, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, verkündete am Sonntagabend im Sitzungssaal des Rathauses das Ergebnis. Er bedankte sich bei den drei Kandidaten für den fairen Wahlkampf.

„Sehr glücklich“

In einer ersten Stellungnahme nach der Wahl zeigte sich Stepan „sehr glücklich“ über das Ergebnis. In den nächsten zwei Wochen gelte es, sich noch einmal so richtig ins Zeug zu legen.

Er werde nun seine Ziele noch konkreter formulieren, sagte Stepan. So soll es im Falle seiner Wahl gleich ein 100-Tage-Programm geben.

„Luft nach oben“

Hopf räumte ein, dass es bei der Wahl in zwei Wochen noch „Luft nach oben“ gebe. Er werde versuchen, weitere Wähler von sich zu überzeugen. Er bedankte sich bei seiner Frau für die Unterstützung.

„Meine Arbeit ist getan“

Trotz seiner klaren Niederlage zeigte sich Wahlverlierer Steffen Uwe Hoffmann erleichtert: „Meine Arbeit ist getan.“ Er habe viel Respekt dafür geerntet, dass er in so jungen Jahren als Bürgermeisterkandidat angetreten sei. So hätten einige im Gespräch mit ihm zugegeben, dass sie sich so etwas niemals getraut hätten. Gerade aus dem Handwerk habe er viel Zuspruch bekommen, erzählte der 33-jährige Handwerksmeister. Am Montag ging es für seinen Arbeitgeber schon wieder zurück nach Mexiko.