Wahlsieger Karl-Josef Sprenger und seine Frau Nadja stehen im Schneegestöber vor dem Rathaus und freuen sich über das Ergebnis, das Kerstin Kipp verkündet. Foto: Visel

Mit 72,6 Prozent der gültigen Stimmen hat Amtsinhaber Karl-Josef Sprenger bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag ein gutes Ergebnis für seine dritte Amtszeit eingefahren. Er zeigte sich mit dem Ergebnis "voll zufrieden", das Motivation für die nächsten acht Jahre sei.

Schömberg - Die Wahlbeteiligung lag bei 59,3 Prozent, wahlberechtigt waren 3426 Schömberger. Es gab 1867 gültige Stimmen. Bemerkenswert: Auf Sonstige entfielen 350 Stimmen (18,8 Prozent), darunter waren etwa Stadträte wie Kerstin Kipp und viele andere Schömberger wie Maik Broß oder Robert Licht. Der zweite offizielle Bewerber, Dauerkandidat Samuel Speitelsbach, erhielt immerhin beachtliche 161 Stimmen (8,6 Prozent). So votierten immerhin 511 Bürger gegen Sprenger.

8,6 Prozent entfallen auf Dauerkandidaten Speitelsbach

Ein Ergebnis dieser Art war freilich zu erwarten gewesen, weil im Vorfeld der Wahl eine Interessengruppe nach einem Gegenkandidaten für Sprenger gesucht und auch anonym dazu aufgerufen hatte, den Amtsinhaber nicht zu wählen und auf einen zweiten Wahlgang zu setzen. Dieser Appell ist damit nicht völlig ins Leere gegangen.

Sprenger, seine Frau Nadja und seine beiden Söhnen waren schon früh im Rathaus erschienen und mussten zusammen mit vielen anderen Interessierten, darunter einige Bürgermeister aus dem Oberen Schlichemtal, aber lange auf das Ergebnis warten. Die Vorsitzende des Wahlausschusses, Kerstin Kipp, verkündete dann nach einer Auszählungspanne das Ergebnis um 21.10 Uhr unter dem Beifall der Anwesenden vor dem Rathaus.

Spende an DRK anstelle von Feier

Sprenger freute sich sichtlich über das "ordentliche und total gute Ergebnis", mit dem er zufrieden sei und das ihn für die kommenden acht Jahre motiviere, mit aller Kraft für Schömberg zu arbeiten. Mit dem Gemeinderat und dem Schörzinger Ortschaftsrat wolle er die vielen Herausforderungen in der Stadt sowie im Verwaltungsverband Oberes Schlichemtal meistern. Er dankte seinen Wählern und den Wahlhelfern. Ein weiterer Dank galt seiner Familie, die ihn stets unterstützt habe, sowie den Bürgermeister-Kollegen aus dem Schlichemtal, die zur Gratulation gekommen waren: "Das weiß ich zu schätzen." Corona-bedingt werde er zuhause im Wohnzimmer feiern, aber: "Das schmälert die Freude nicht." Da eine große Feier an diesem Wahlabend nicht möglich war, kündigte Sprenger eine Spende für den DRK-Ortsverein Schömberg an, der für die gesamte Raumschaft tätig sei.

Zuvor hatte Kerstin Kipp betont, dass in der Stadt zahlreiche Projekte anstünden. Sie versicherte Sprenger die Unterstützung des Gemeinderats. Dem alten und neuen Bürgermeister gab sie in Anlehnung an dessen Wahlslogan "Sprenger packt’s an" mit auf den Weg: "Packen Sie es jetzt an."