Bernd Heinzelmann bleibt wie erwartet Rathauschef in Schenkenzell. Als einziger Kandidat gewann er die Bürgermeisterwahl am Sonntag mit 98,33 Prozent und 708 Wählerstimmen.
Zufrieden sein dürfte der alte und neue Bürgermeister auch mit der Wahlbeteiligung, die bei 51,7 Prozent lag. 731 der 1413 Wahlberechtigten machten von ihrem Recht Gebrauch und warfen in den Wahllokalen in Schenkenzell und Kaltbrunn ihren Stimmzettel in die Urne. Elf Wähler gaben eine ungültige Stimme ab.
Ein Dutzend Mal wurde eine andere Person in das freie Feld auf dem Wahlschein notiert. Davon entfielen drei Stimmen auf Kaltbrunns Ortsvorsteher Stefan Maier und sechs Stimmen auf Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas. Als Gemeinderat und Gemeindewahlausschuss-Vorsitzender Werner Kaufmann letztere Zahlen verkündete, gab es bei den zahlreich wartenden Besuchern auf dem Hinterhof des Rathauses Schenkenzell ein unüberhörbares Schmunzeln.
Bis Kaufmann vors Mikrofon trat, mussten sie allerdings bis 19.15 Uhr ausharren. Zuvor hatte der Musikverein Schenkenzell die potenziellen Gratulanten, die auch aus Heinzelmanns Wohnort Fluorn-Winzeln kamen sowie Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden, mit flotter Marschmusik bei Laune gehalten.
„Wir Schenkenzeller sind mit dir sehr zufrieden“
Kaufmann wertete das Wahlergebnis als klaren Beweis, dass Bernd Heinzelmann in den vergangenen acht Jahren einen guten Job erledigt habe. Keiner seiner Vorgänger habe bei der Wiederwahl ein so gutes Ergebnis eingefahren. „Wir Schenkenzeller sind mit dir sehr zufrieden“, bekräftigte Kaufmann unter viel Applaus.
Der Vorsitzende des Gemeindewahlausschuss dankte Heinzelmann für die in den vergangenen acht Jahren gute Zusammenarbeit „und auf die nächsten acht Jahre“. Im Gremium und im Rathaus habe immer eine gute Stimmung geherrscht.
Keine Sektdusche, dafür Blumen
Statt der obligatorischen Sektdusche wie bei der Formel 1 überreichte Kaufmann an Heinzelmanns Frau Karin ein Blumengebinde und dankte ihr für die Zeit, in der sie und die Kinder auf ihren Mann und Vater verzichten mussten. Worte des Dankes richtete Kaufmann auch an Hauptamtsleiterin Susanne Augsburger, den Wahlhelfern, dem Musikverein sowie der Bändelezunft, die den ganzen Tag bewirtete.
Heinzelmann sagte, er sei über das Wahlergebnis erfreut und gerührt. Er danke dem Gemeinde- und Ortschaftsrat, den Mitarbeitern der Verwaltung und im Bauhof. Das sehr gute Wahlergebnis gebe er gerne an sie weiter. „Was in den vergangenen acht Jahren für Schenkenzell erreicht worden ist, hätte ich allein nicht geschafft. Ich hoffe, dass wir auch in den kommenden acht Jahren noch einiges bewegen und gut miteinander können“.
Dann war der Weg frei für die vielen Gratulanten, die sich bei Getränken und Grillwurst noch einiges an diesem lauen Herbstabend zu erzählen hatten.