Alexander Schröder zieht die Ankündigung zurück, seine Bewerbungsunterlagen für die Bürgermeisterwahlen in Meißenheim abzugeben.
Aus innerer Überzeugung sowie mit dem großen Wunsch, sich für seine Heimatgemeinde und deren Einwohnerschaft einzubringen, hat sich Alexander Schröder im Jahr 2009 um das Amt des Bürgermeisters in Meißenheim beworben und sich im Jahr 2017 für eine erneute Kandidatur entschieden. Im Rahmen des Frühlingsempfangs der Gemeinde Meißenheim dieses Jahres hat Bürgermeister Schröder mitgeteilt, gerne wieder seine Bewerbungsunterlagen für die Bürgermeisterwahlen im Herbst dieses Jahres abzugeben. Diese Entscheidung sei dem Amtsinhaber auch leichtgefallen, da die innere Überzeugung und Leidenschaft für das Amt des Bürgermeisters in Meißenheim noch immer gegeben sei, wie am ersten Tag.
„Jeder der mich kennt, weiß, mit welcher Überzeugung und mit welchem Herzblut ich mich gerne für unsere Dörfer und unsere Bürgerinnen und Bürger einsetze. Das Wirken als Bürgermeister ist für mich nicht irgendeine Arbeit, sondern ein Einbringen für und mit unserer Bürgerschaft, bei dem mir persönlich das Miteinander und der vertrauensvolle Meinungsaustausch im Interesse unserer Einwohnerschaft wichtig ist“, so Bürgermeister Schröder in einer Pressemitteilung.
Arbeit der Verwaltung wird stets behindert
Allen, die sich für die Meißenheimer Kommunalpolitik in den vergangenen Jahren interessiert haben, ist bewusst, dass die Arbeit der Verwaltung und des Bürgermeisters nahezu ständig aus der gleichen Richtung torpediert und behindert wurde, heißt es in der Mitteilung weiter. „Ich möchte an dieser Stelle keine ,Schmutzige Wäsche waschen’. Dies werde ich auch auf Nachfrage nicht tun“, macht Schröder deutlich. Es sei in der Vergangenheit immer sein Bestreben gewesen, nicht auf Konfrontation zu gehen, sondern die betreffenden Themen sachlich und kompromissbereit abzuarbeiten. Dies gehöre aus seiner Sicht unter anderem zur Arbeit der Verwaltung und des Bürgermeisters.
Die Einschränkungen der Arbeit in der Verwaltung aufgrund des Verhaltens Weniger nehmen immer mehr zu und beeinflussen die Arbeit in den Gemeindegremien negativ. „Die Ereignisse und Diskussionen der vergangenen Wochen haben das leider wieder unter Beweis gestellt“, so Schröder. Dies sei weder für die Arbeit der Gemeindegremien zielführend noch im Interesse der Menschen der Gemeinde; vielmehr führe es dazu, dass auch die Stimmung im Rat und das Ver- trauen untereinander leide. Letztendlich schwinde insgesamt das gute und vertrauensvolle Miteinander im Gremium. „Sehr gerne hätte ich mich nochmals acht Jahre für Kürzell und Meißenheim eingebracht, möchte aber mit dem Ver- zicht, meine Bewerbungsunterlagen einzureichen, die Möglichkeit eröffnen, dass wieder Ruhe in der Gemeinde einkehren kann“, erklärt sich der Bürgermeister. Dies sei wohl für die Gemeinde vorteilhaft und werde auch zum Vorteil „unserer Familie sowie meiner Gesundheit sein“.
Schröder bedankt sich für die Unterstützung
„Es war für mich eine Ehre und ich bin dankbar dafür, im Herbst 2025 insgesamt 16 Jahre Bürgermeister von unserer Gemeinde gewesen zu sein“, sagt Schröder und bittet um Verständnis für seine Entscheidung. Abschließend bedankt er sich bei seiner Familie, den Mitarbeitern der Gemeinde, wie auch den Ratskollegen für die Unterstützung in den vergangenen Jahren sowie bei den Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen.
Bürgermeisterwahl am 28. September
Meißenheim wählt den neuen Gemeindechef am Sonntag, 28. September. Kandidaten können ihre Unterlagen für die Bürgermeisterwahl bis Montag, 1. September, 18 Uhr, einreichen. Die Unterlagen müssen schriftlich an das Bürgermeisteramt (Winkelstraße 28, Meißenheim) in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Bürgermeisterwahl“ abgegeben werden. Das Amt des Meißenheimer Bürgermeisters muss bis zum 6. Dezember neu besetzt sein. Wird am 28. September kein Kandidat mit absoluter Mehrheit (50 Prozent der Stimmen plus mindestens eine Stimme) gewählt, wird es am Sonntag, 12. Oktober, zu einer Stichwahl kommen.