Mit dem Start der Bewerbungsfrist für das Bürgermeisteramt in der Doppelgemeinde reichte ein erster Bewerber seine Unterlagen ein: Alexander Schindler, der 2022 zum Bürgermeister von Schwanau gewählt wurde, dann aber seine Kandidatur zurückzog.
Der 44-jährige Verwaltungsfachmann hat am Samstag mit Beginn der Frist seine Bewerbungsunterlagen eingereicht. Schindler ist Amtsleiter in der Nachbargemeinde Rust.
Er war vor eineinhalb Jahren im ersten Wahlgang zum Bürgermeister der Gemeinde Schwanau gewählt worden, konnte das Amt aber wegen einer längeren Erkrankung nicht antreten. Nun fühle er sich vollständig genesen und fühle sich fit für einen neuen Anlauf auf das Bürgermeisteramt, erklärt er in einer Pressemitteilung.
„Am 3. Dezember wählen die Bürgerinnen und Bürger von Kappel-Grafenhausen die Nachfolge von Jochen Paleit. In den vergangenen Wochen der Vorbereitung habe ich mich intensiv mit Kappel-Grafenhausen beschäftigt und heute, am Samstag, meine Bewerbung für das Amt des Bürgermeisters im Rathausbriefkasten eingeworfen“, erklärt Schindler.
Als Amtsleiter besondere Verantwortung getragen
Mit fast 20 Jahren Verwaltungserfahrung, davon 15 Jahren in Führungsaufgaben, fühle er sich für dieses Amt gut gerüstet. „In den vergangenen Jahren habe ich als Amtsleiter und Leiter des Krisenstabs besondere Verantwortung getragen. Ich habe dabei gelernt, dass es nicht nur darum geht zu verwalten, sondern dass es darauf ankommt zu gestalten“, so der 44-Jährige.
Durch seinen Lehrauftrag an der Verwaltungsschule in Freiburg verfüge er über ein gutes Netz in die Kommunal- und Landesverwaltungen, welches er gerne für Kappel-Grafenhausen nutzen werde.
In der Region aufgewachsen
Zudem kenne er den Ort, betont er: „Meine Frau Melanie, die ebenfalls Verwaltungsfachwirtin ist, und ich sind in der Region aufgewachsen. Mit unseren beiden Kindern Max (15) und Helene (12) leben wir in Rust.“
Besonders wichtig seien dem Bürgermeister-Kandidaten „Werte wie Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Solidarität“. Schindler ist SPD-Mitglied, lege aber großen Wert darauf, als unabhängiger Bewerber anzutreten, denn „ich möchte als Ihr Bürgermeister unabhängig und frei von parteipolitischen Interessen arbeiten können“. Deshalb finanziere er seinen Bürgermeisterwahlkampf komplett aus eigenen Mitteln. Ehrenamtlich sei er seit vielen Jahren in der Feuerwehr und in der katholischen Kirche engagiert.
Drei Gründe für die Kandidatur
Wie damals in Schwanau gebe es für ihn nun auch für Kappel-Grafenhausen gute Gründe zu kandidieren: „Zum einen ist die Gemeinde Kappel-Grafenhausen durch ihre wunderschöne Lage und die freundlichen und offenen Menschen ein Ort, an dem man sich einfach wohlfühlen muss.“ Seine Frau und er schätzten die Vertrautheit der Gemeinde Kappel-Grafenhausen und die ihnen entgegengebrachte Herzlichkeit der Menschen im Ort.
Zweitens schätze er als selbst ehrenamtlich stark Engagierter, „das besondere soziale und sehr intakte Vereinsleben in Kappel-Grafenhausen. Dies konnte ich durch die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren Rust und Kappel-Grafenhausen schon häufig selbst erleben“, betont er.
Zuletzt biete Kappel-Grafenhausen tolle Gestaltungs- und Wachstumsperspektiven, „die ich mit meiner bisherigen Führungserfahrung in der Verwaltung und als unabhängiger Kandidat gemeinsam mit den Gremien unbefangen vorantreiben kann“, so Schindler.
Persönliche Gespräche sollen folgen
Alexander Schindler erklärt, er verstehe Kommunalpolitik in erster Linie „als Gemeinschaftsaufgabe von Bürgerschaft, Gemeinderat, Verwaltung, Ehrenamt und Unternehmen. Das setzt voraus, einander zuzuhören, Argumente abzuwägen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Ihm sei es daher ein Anliegen, zunächst vor allem die Vorstellungen für eine Zukunft der Gemeinde zu hören. Er freue sich daher auf den persönlichen Austausch mit ihnen. In den nächsten Wochen werde er versuchen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger bei Hausbesuchen und bei meinen Veranstaltungen persönlich kennen zu lernen.“ Weitere Informationen unter www.schindler-alexander.de.