Die wiedergewählte Bürgermeisterin Lisa Hengstler mit Blumenstrauß. Links neben ihr steht ihr Mann Benjamin mit Sohn Paul auf dem Arm. Foto: Markus Reutter

Lisa Hengstler wurde für eine zweite Amtszeit als Bürgermeisterin gewählt. Die vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung fiel positiv auf.

Von einem „super Ergebnis“ sprach der Vorsitzende des Wahlausschusses, Jörg Markon, angesichts der für eine Wiederwahl ohne Gegenkandidat beachtlichen Wahlbeteiligung von 42,9 Prozent. Offensichtlich hätten die Gütenbacher damit die Arbeit von Lisa Hengstler und „ihren vollen Einsatz“ in ihrer ersten Amtszeit gewürdigt.

 

Von den 853 Wahlberechtigten hatten 366 ihre Stimmen abgegeben. 306 davon entfielen auf Lisa Hengstler (88,7 Prozent). 21 Stimmen waren laut Markon ungültig, auf 39 Stimmzetteln hatten die Wähler andere Namen für den Bürgermeisterposten eingetragen, insgesamt 15 verschiedene Namen,.

Die Wiederwahl wurde gefeiert. Die Feuerwehr bewirtete mit belegten Brötchen und verschiedenen Getränken. Musikalisch unterhielt die Musikkapelle. Anwesend waren nicht nur etliche Gütenbacher Bürger, die Schlange standen, um Lisa Hengstler zu gratulieren, sondern auch mehrere Bürgermeister aus dem Umland sowie Landrat Sven Hinterseh.

Applaudieren zu Lisa Hengstlers Wiederwahl (von links): Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel, der neu gewählte Bürgermeister von Furtwangen, Florian Merz, Landrat Sven Hinterseh, der noch amtierende Bürgermeister von Furtwangen, Josef Herdner, Schonachs Bürgermeister Jörg Frey und Karl Rombach, ehemaliger Landtagsabgeordneter. Foto: Markus Reutter

Der Landrat wertete die hohe Wahlbeteiligung als „gutes Signal“. „Lisa tut gut in unserer Runde“, freute er sich ausdrücklich über ihre Beteiligung als Frau in dem ansonsten Männer-dominierten Kreis der Bürgermeister im Schwarzwald-Baar-Kreis. „Da ist noch Luft nach oben“, wünschte er sich mehr Frauen für dieses Amt. Lisa Hengstler sei hier eine „wirkliche Bereicherung“.

Bürgermeisterwahl hat besondere Bedeutung

Die Bürgermeisterwahl sah Hinterseh als besonders wichtig an, weil dieses Amt vor Ort verankert und eine unmittelbare Schnittstelle mit den Bürgern darstelle. In den letzten acht Jahren während der Amtszeit Hengstlers sei viel vor Ort passiert. Dabei nannte er ausdrücklich das neue Gemeindezentrum. Er sprach von einer „guten Entwicklung“ Gütenbachs. In diesem Zusammenhang erwähnte er interkommunale Zusammenarbeit als „Gebot der Stunde“ und spielte damit auf Kooperationen mit Furtwangen an, beispielsweise in der Verwaltung, aber auch in Sachen gemeinsamem Gewerbegebiet.

Der Bürgermeistersprecher im Kreis, Schonachs Bürgermeister Jörg Frey, wünschte Lisa Hengstler auch für ihre zweite Amtszeit viel Elan und Durchsetzungsvermögen. Bei den Gütenbachern warb er, ihrer Bürgermeisterin etwas Raum für die Familie zu lassen, zu der eben auch zwei kleine Kinder gehörten.

Paul freut sich über Schokoladenei

Lisa Hengstlers Mann Benjamin Hengstler war bei der Wahlparty zugegen, zusammen mit dem dreijährigen Sohn Paul. Der stellvertretende Bürgermeister Jörg Markon verteilte Blumen an Lisa Hengstler, ein „Überlebenspaket“ mit Getränken an Benjamin Hengstler und ein Schokoladenei dem kleinen Paul.

Auch die wiedergewählte Bürgermeisterin ergriff das Wort: „Ich freue mich über das Ergebnis.“ Dabei sprach sie auch die vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung an angesichts einer Wiederwahl ohne Gegenkandidaten. Sie betonte die Bedeutung von freien Wahlen, und sie habe auch während ihres Wahlkampfs immer wieder aufgerufen, zur Wahl zu gehen, auch wenn man sie nicht als Bürgermeisterin wolle. So würdigte sie auch die 39 Gegenstimmen als wichtiges Zeichen für eine lebendige Demokratie.

Sie betonte das gute Miteinander im Rathaus und mit den weiteren Gemeindemitarbeitern, ebenso die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. „Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre hier in Gütenbach.“