Sonntag, kurz nach 18 Uhr im Lindenforum: Die Stimmenauszähler legen los. Foto: Sannert

Die Grömbacher dürfen am 9. Januar noch einmal abstimmen: Bei der Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag erreichte keiner der vier Kandidaten die absolute Mehrheit. Jörg Kopp kam ihr am nächsten. Für eine Überraschung sorgte jemand, der gar nicht zur Wahl stand.

Grömbach – 505 Grömbacher ab 16 Jahren durften am Sonntag an die Wahlurne. 267 machten Gebrauch davon. Dazu kamen 88 Briefwähler. Vier der abgegebenen Stimmen waren ungültig, 351 gültig. Zur Wahl für das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters von Grömbach hatten sich Gunter Albert aus Wörnersberg, Wolfgang Löser und Kurt Günthner (beide aus Grömbach) sowie Jörg Kopp aus Haiterbach beworben.

Pünktlich um 18 Uhr erklärte Manfred Walz, der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, die Wahl für beendet. Die Mitglieder des Ausschusses, Wahlvorstand und Wahlhelfer begannen im Beisein von Ralf Springmann von der Verwaltungsgemeinschaft Pfalzgrafenweiler, Grömbach und Wörnersberg mit dem Auszählen der Stimmen. Davor mussten sie aber erst noch die Briefwahl-Unterlagen auf ihre Vollständigkeit hin prüfen.

Lindenforum füllt sich allmählich

Nur wenige Zuschauer waren zunächst ins Lindenforum gekommen, um der öffentlichen Auszählung beizuwohnen. Doch um 18.30 Uhr füllte sich der Saal allmählich – auch alle vier Bewerber waren anwesend. Um 18.37 Uhr griff Manfred Walz zum Mikrofon und verkündete das vorläufige Wahlergebnis. "Wir haben heute keinen neuen Bürgermeister bekommen, keiner der Bewerber hat die erforderliche Mehrheit", gab er bekannt.

Stimmenkönig war Jörg Kopp mit 130 Stimmen. Um im ersten Wahlgang zu gewinnen, hätte er 177 benötigt. Die anderen drei Bewerber schnitten wie folgt ab: Kurt Günthner 64 Stimmen, Gunter Albert 54 und Wolfgang Löser zehn Stimmen.

Daniel Wolber erhält die zweitmeisten Stimmen

Aber auch andere, die gar nicht kandidiert hatten, wurden bedacht. Die Überraschung des Abends: 86 der wahlberechtigten Grömbacher wünschen sich den ehemaligen Gemeinderat Daniel Wolber als neuen Bürgermeister. Jeweils zwei Stimmen erhielten Louis Schnierle und Wörnersbergs Bürgermeister Reinhold Möhrle. Je eine Stimme gab es für Manfred Walz, Günter Roller und Michael Ade.

Neuwahl am 9. Januar

Nach diesem Wahlergebnis müssen die Grömbacher am Sonntag, 9. Januar, nun noch einmal ran. Neuer Bürgermeister wird dann, wer die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereint. Wer bei der zweiten Runde antreten möchte, muss seine Wahlunterlagen bis Mittwoch, 15. Dezember, um 18 Uhr im Grömbacher Rathaus abgeben.

Die Wahl war erforderlich geworden, da Bürgermeister Armin Pioch im Sommer bei der Wahl in Illingen (Enzkreis) kandidiert, sich im zweiten Wahlgang durchgesetzt und die Stelle als Bürgermeister dort im September angetreten hatte.

In der Folge hatte der Grömbacher Gemeinderat entschieden, dass die kleine Gemeinde künftig wieder einen ehrenamtlichen Bürgermeister bekommen soll. Er hatte deshalb die Hauptsatzung geändert.