Am Sonntag ist Bürgermeisterwahl in Furtwangen. Die beiden Kandidaten, Florian Merz und Isolde Grieshaber, geben uns im Interview ihre Sicht der Dinge wieder.
Beim Interview äußern sich die beiden Bürgermeisterkandidaten Isolde Grieshaber und Florian Merz zu verschiedenen Themen. Interessant ist auch, wie sich gegenseitig einschätzen.
Womit, denken Sie, Frau Grieshaber, kann Herr Merz als Bürgermeisterkandidat überzeugen?
Isolde Grieshaber: Als Hauptamtsleiter verfügt Florian Merz über Fachwissen aus der Verwaltung.
Womit, denken Sie, Herr Merz, kann Frau Grieshaber als Bürgermeisterkandidatin punkten?
Florian Merz: Frau Grieshaber ist Mitglied in vielen Vereinen und dadurch gut in Furtwangen vernetzt. Außerdem zeigt ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat, dass sie sich für die Stadt Furtwangen einsetzen und Verantwortung übernehmen möchte.
Wie wollen Sie weitere Wähler für sich gewinnen, eben auch diejenigen, welche die drei jetzt ausgeschiedenen Bürgermeisterkandidaten gewählt haben?
Isolde Grieshaber: Ich suche mit maximal vielen Menschen das Gespräch. Dafür habe ich mir pfiffige Herangehensweisen überlegt, die allerdings mein kleines Geheimnis bleiben. Im direkten Kontakt kann ich die Wählerinnen und Wähler von meiner empathischen Art, meiner Lebenserfahrung und meinem Wissen überzeugen. Mein Ziel ist, noch mehr Wahlberechtigte für die Ära „Furtwangen auf neuen Wegen“ zu begeistern – im Gegensatz zu einem Furtwangen im Modus „Weiter so“.
Florian Merz: Mir ist wichtig, dass die Stichwahl keine Richtungswahl gegen jemanden wird, sondern eine Entscheidung für die Zukunft Furtwangens. Ich bleibe auf dem Kurs, den ich von Beginn an eingeschlagen habe: sachlich, verlässlich und lösungsorientiert. Gleichzeitig möchte ich aber gerade jetzt das persönliche Gespräch suchen, mit allen, die sich noch orientieren oder deren Favorit im ersten Wahlgang ausgeschieden ist. Mir geht es nicht darum, Stimmen zu „holen“, sondern Vertrauen aufzubauen. Das gelingt nur durch Begegnung, Zuhören und ehrliche Antworten.
Was würden Sie als neue Bürgermeisterin, neuer Bürgermeister zuerst tun, was wären Ihre ersten Schritte?
Isolde Grieshaber: Als Bürgermeisterin werde ich mit jeder städtischen Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter sprechen. Florian Merz werde ich bitten, gemeinsam an einem erfolgreichen Neustart zu arbeiten. Ich werde mich außerdem so schnell wie möglich mit Cornelia Jauch, Rektorin der Friedrichschule, und Sabine Waltersperger, Leiterin des Horts, zum Austausch treffen. Denn der Hort braucht am jetzigen Standort bessere und passendere Räumlichkeiten – für eine kindgerechte Betreuung und gute Arbeitsplätze. Bestimmt ist auch das Narrentreffen eines der ersten Themen.
Florian Merz: Als Erstes möchte ich die laufenden Schlüsselprojekte konsequent fortführen: die Weiterentwicklung der Schulen, die Erweiterung des Horts und den Neubau des Rettungszentrums. Hier muss es ohne Unterbrechung weitergehen. Gleichzeitig möchte ich den Übergang innerhalb der Verwaltung bewusst gestalten. Der Rollenwechsel vom Amtsleiter zum Bürgermeister ist besonders und ich will ihn transparent und vertrauensvoll gestalten. Denn eine gut geführte Verwaltung ist die Grundvoraussetzung, um all unsere Vorhaben auch umsetzen zu können.