In Furtwangen steht am 19. Oktober die Bürgermeisterwahl an. Durchaus möglich, dass es am 9. November auch noch zu einer Stichwahl kommen wird.
Unter den rund 8500 Einwohnern in Furtwangen gibt es circa 6500 Wahlberechtigte, die am kommenden Sonntag, 19. Oktober, aufgerufen sind, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen.
Bis Freitagmittag registrierte die Stadtverwaltung 1269 Briefwähler, informiert Nicole Quendt, stellvertretende Hauptamtsleiterin. Das sei im Vergleich zu vorausgegangenen Wahlen „verhältnismäßig wenig“. Üblicherweise seien es um die 2000 Briefwähler.
Quendt geht davon aus, dass dieses mal mehr Personen ihre Stimme im Wahllokal abgeben werden. Als Gründe vermutet sie, dass eine Bürgermeisterwahl den Bürger eher ins Wahllokal zieht, weil es eben eine Entscheidung sei, die unmittelbar den eigenen Wohnort betreffe. Außerdem sei am 19. Oktober verkaufsoffener Sonntag. Da lasse sich ein Stadtbummel einfach mit einem Besuch im Wahllokal verbinden.
Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet
Bei der Zahl der Wahllokale ist alles wie gewohnt, so Quendt. Insgesamt seien es fünf in der Kernstadt, jeweils ein Wahllokal in den Stadtteilen Neukirch, Rohrbach, Schönenbach und Linach sowie ein Briefwahlbezirk. Die Wahllokale seien am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer Interesse habe, könne auch im Anschluss das Auszählen mitverfolgen, solle sich dabei aber ruhig verhalten, damit die Wahlhelfer die nötige Ruhe für ihre Arbeit hätten.
Mit einem Ergebnis rechnet Quendt bis gegen 19 Uhr. Im Bürgersaal des Rathauses sei außerdem ein Monitor aufgestellt, auf dem die eintreffenden Kurzmeldungen aus den verschiedenen Wahllokalen zu sehen seien. Diese Ergebnisse seien auch online über die städtische Homepage abrufbar.
Stichwahl am 9. November
Angesichts der Zahl der Bürgermeisterkandidaten – es gibt fünf Bewerber – rechnet Quendt an diesem Sonntag nicht damit, dass ein neuer Bürgermeister ermittelt wird. Das wäre nur der Fall, wenn einer der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt. Die Erfahrung bei einer Konstellation mit so vielen Bewerbern mache eine Stichwahl wahrscheinlich. Der Termin hierfür ist in Furtwangen für den 9. November geplant.
Was klar ist: Der bisherige Amtsinhaber Josef Herdner hatte bereits Anfang des Jahres erklärt, dass er nicht mehr kandidieren werde. Der 64-Jährige hatte diese Entscheidung im Januar öffentlich gemacht und mit seinem Alter begründet. Bei einer weiteren Amtsperiode wäre er dann am Ende fast 73 Jahre alt, das sei ihm zu viel. Herdner ist derzeit in seiner zweiten Amtsperiode, genauer gesagt im 16. Jahr als Bürgermeister von Furtwangen tätig. Seine Amtszeit endet am 31. Dezember. Sein Nachfolger wird also im Januar 2026 die Amtsgeschäfte übernehmen.
Unser Wahlbarometer
Ein Stimmungsbild
zur Bürgermeisterwahl in Furtwangen am Sonntag, 19. Oktober, gibt unsere Online-Umfrage. Eine Teilnahme ist unter schwabo.de/wahl-furtwangen noch bis Sonntag (12 Uhr) möglich. Interessenten können für ihren Favoriten unter den fünf Kandidaten abstimmen. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Ziel ist es, ein grobes Meinungsbild zu erhalten, keine belastbare Prognose.