Hausens Bürgermeister Stefan Weiskopf kandidiert um das Bürgermeisteramt in Epfendorf. Im Fall eines Wahlerfolgs will er sein Ehrenamt abgeben.
In Epfendorf im Nachbarlandkreis Rottweil wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Mark Prielipp tritt erneut an, sein Herausforderer ist Stefan Weiskopf, der in Hausen am Tann bereits das Bürgermeisteramt bekleidet – allerdings als Ehrenamt, da die Gemeinde weniger als 500 Einwohner hat.
Der Schultes äußerte sich gegenüber unserer Redaktion zu seiner Kandidatur in der Epfendorf mit rund 3000 Einwohnern: „Ich bin seit über sechs Jahren Bürgermeister in Hausen am Tann, und wir haben dort gemeinsam viel erreicht von Infrastrukturprojekten bis hin zu einer lebendigen Bürgerbeteiligung. Das hat mir gezeigt, was man mit Teamgeist und Vertrauen bewegen kann. Epfendorf ist für mich kein Weggehen, sondern ein Weitergehen. Hier sehe ich spannende Chancen für Entwicklung, und ich möchte meine Erfahrung nutzen, um zusammen mit den Menschen vor Ort neue Impulse zu setzen.“
Fokus auf Epfendorf
In Hausen sei die Nachricht seiner Kandidatur mit Respekt aufgenommen worden. „Viele haben mir sogar persönlich gutes Gelingen gewünscht. Das zeigt mir: Wir haben dort in den vergangenen Jahren eine gute Basis geschaffen, auf der auch nach einem möglichen Wechsel verlässlich weitergearbeitet werden kann.“
Theoretisch ist es möglich, neben einem hauptamtlichen auch noch ein ehrenamtliches Bürgermeisteramt zu bekleiden. Doch Weiskopf hat es bereits angesprochen: Im Falle eines möglichen Wahlerfolg möchte er das Ehrenamt in Hausen am Tann niederlegen. „Ein Bürgermeisteramt braucht volle Aufmerksamkeit“, meint der Polizeibeamte. „Mir ist wichtig, dass ein klarer Übergang erfolgt, so dass beide Gemeinden davon profitieren und nichts liegen bleibt.“
Erfahrungen gesammelt
Der 52-Jährige sieht sich bereit, ein Hauptamt zu übernehmen – nicht zuletzt wegen der Erfahrungen, die er in seinem Ehrenamt sammeln konnte: „In Hausen am Tann habe ich gelernt, wie entscheidend ein gutes Miteinander ist mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Bürgerschaft. Wir haben Themen wie Bauplatzentwicklung, Fördermittel oder Digitalisierung vorangebracht. Gerade der Umgang mit knappen Ressourcen und das Austarieren unterschiedlicher Interessen sind Erfahrungen, die mir in Epfendorf sehr zugutekommen werden.“
Bereits in Dietingen kandidiert
Es ist nicht das erste mal, dass sich Weiskopf um ein Bürgermeisteramt im Landkreis Rottweil – seinem Heimatlandkreis – bewirbt. Im vergangenen Sommer trat er bereits bei der Wahl in Dietingen an. Als einer von vier Kandidaten belegte er mit 13,4 Prozent der Stimmen den zweiten Platz hinter Felix Hetzel, der mit 71 Prozent im ersten Wahlgang erfolgreich war.
Nun versucht er es erneut in Epfendorf. Folgt jedoch bei einer Wahlniederlage möglicherweise ein dritter Versuch? Dies weist Weiskopf zunächst von sich: „Mein Fokus liegt ganz auf Epfendorf. Ich nehme die Gespräche hier ernst und möchte zeigen, dass ich für diese Gemeinde etwas bewegen will. Was später einmal kommt, darüber entscheide ich, wenn es soweit ist. Momentan zählt für mich nur Epfendorf.“
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