Viele Besucher kamen am Dienstagabend zur Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten und Fragerunde in die Albblickhalle nach Epfendorf-Harthausen. Foto: Elena Baur

Rede und Antwort standen die beiden Bürgermeisterkandidaten den Bürgern am Dienstagabend. Besonders aus Trichtingen kamen Fragen und Kritik.

Nach den Vorstellungen der beiden Bürgermeisterkandidaten und ihren Wahlversprechen folgte für die Bürger der womöglich spannendere Teil des Abends: die Fragerunde. Besonders die Bürger aus Trichtingen hatten Redebedarf.

 

Jeder Bürger dufte höchstens zwei Fragen stellen und die Fragerunde konnte maximal 20 Minuten betragen. Zunächst stellte sich amtierender Bürgermeister Mark Prielipp den Fragen der Bürgerschaft.

Ein Trichtinger Bürger wollte zu Beginn wissen, ob damit zu rechnen sei, dass Beschlüsse ohne Beteiligung der Bürger entschieden werden. Das sei in der Vergangenheit schon vorgekommen, beispielsweise mit dem Beschluss zur Schließung der Grundschule. Prielipp verwies darauf, dass das Projekt transparent diskutiert worden sei. Außer bei Verträgen sehe er nämlich keinen Grund Themen in nichtöffentlichen Sitzungen zu beschließen.

Prielipp hatte auch andere Angebote

Außerdem interessierte sich der Bürger dafür, ob es wahr sei, dass sich Prielipp auch für das Amt des ersten Beigeordneten in Oberndorf interessiert habe. Dies bejahte der Schultes. Allerdings stellte er klar, welches Versprechen er vor acht Jahren gegeben hatte. Dies sei keine Durchfahrt, stellte er klar. Dennoch fühle man sich geehrt, wenn andere Gemeinden auf ihn zukämen für solche Ämter.

Amtierender Bürgermeister Mark Prielipp stellte sich fast 20 Minuten den Fragen der Bürger. Foto: Elena Baur

Die Grundschule in Trichtingen trieb die Bürger auch bei der Fragerunde um. Allerdings konnte ihnen Prielipp keine konkrete Antwort darauf geben solange noch kein Beschluss vorhanden sei. Aus seiner Sicht könne er sich aber nicht vorstellen das Gebäude aus den Händen der Stadt zu geben. Eine Außenentwicklung sei möglich, oder auch einen Kindergarten oder Vereine dort unterzubringen. So könnte beispielsweise auf der Fläche des Kindergartens drei Bauplätze angeboten werden. Dies sei aber alles nur seine Meinung – ohne Gemeinderatsdiskussion oder Beschlüssen, betonte der Schultes.

Außerdem fragten ein paar weitere Bürger nach dem Schnitt von Hecken oder auch nach den Feuerwehrhäusern. Bei letzterem gebe es aber noch einige Abstimmungen und Überlegungen zu treffen, so der amtierende Bürgermeister.

Fragerunde des Gegenkandidaten kurz

Um einiges kürzer stellte sich die Fragerunde bei Gegenkandidat Stefan Weiskopf dar. Nur etwa dreieinhalb Minuten und zwei Fragen umfasste diese. Ein Bürger aus Trichtingen wollte wissen, wie Weiskopf konkret dafür sorgen wolle, dass sich der Ortsteil nicht mehr vernachlässigt fühlt, wie aktuell bei der Schul-Problematik.

Er wolle alle zusammenführen und eine Priorisierung aller Projekte in der Gemeinde erstellen. Dadurch sollen die Projekte in anderen Ortsteilen berücksichtigt werden.

Austausch mit Firmen als Lösungsansatz

Außerdem stellte der Bürger die Frage, wie es sein könne, dass er immer die Gewerbesteuer zahlen würde, aber keine Aufträge von der Stadt bekäme. Darauf konnte Weiskopf nur Antworten, dass er in den Austausch mit den Firmen gehen wolle. So kann herausgefunden werden, was die Unternehmen sich wünschen und was getan werden könne.