Gleich am ersten Tag gab Ralf Ulbrich seine Bewerbung ab. (Archivfoto) Foto: privat

Für die Bürgermeisterwahl in Deißlingen am 1. Dezember gibt es nur einen Kandidaten: den bisherigen Amtsinhaber. Wie der mit diesem Umstand umgeht, und was er für eine dritte Amtszeit geplant hat, verrät er auf unsere Nachfrage.

Dass er Lust auf eine dritte Amtszeit hat, ist keine Frage. Ralf Ulbrich hatte seinen Hut bereits am ersten Tag der Bewerbungsfrist in den Ring geworfen. Er ist seit 2009 amtierender Bürgermeister der Gemeinde.

 

Am Dienstag stellte der Gemeindewahlausschuss fest, dass er der einzige zugelassene Bewerber für die Wahl ist. Wie geht Ulbrich mit diesem Umstand um?

„Da ich bereits vor acht Jahren einziger Bewerber war, ist mir dieser Umstand nicht neu“, teilt er uns auf Nachfrage mit. „Bewerten“ könne er ihn nicht. Aber: „Ich hoffe und wünsche mir, dass sich das nicht allzu negativ auf die Wahlbeteiligung auswirkt.“ 2016 hatte diese bei 42 Prozent gelegen.

Neue Akzente zu erwarten?

Und wie sieht es mit dem Programm des Bürgermeisters aus? Kann man nach zwei Amtsperioden denn überhaupt noch neue Dinge anstoßen? „Selbstverständlich kann und muss man auch nach 16 Jahren noch Akzente setzen, eine Gemeindeentwicklung ist schließlich nie abgeschlossen, und die Aufgaben und Herausforderungen ändern sich laufend“, macht der 47-Jährige deutlich.

„Für die kommenden Jahre sind hierbei Themen wie der Glasfaserausbau, die Wärmeplanung und die Klimaanpassungsstrategie zu nennen, aber auf der Abschluss der begonnenen Maßnahmen wie unsere Ortskernentwicklung.“

Zwei Wahlveranstaltungen geplant

Auf eine öffentliche Kandidatenvorstellung im Vorfeld der Wahl wird übrigens verzichtet. Denn Ulbrich kündigt an: „Auch wenn ich grundsätzlich immer für unsere Bürgerschaft ansprechbar bin, werde ich zwei Wahlveranstaltungen anbieten, um mit den Bürgerinnen und Bürger über die Zukunftsthemen für unsere Gemeinde sowie deren Anliegen zu diskutieren“.

Die Anfänge

Ulbrich ist gebürtiger Rottweiler und in Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen) aufgewachsen. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2008 hatte sich der damals 31-Jährige – bei einer Wahlbeteiligung von 64,9 Prozent – mit fast 80 Prozent der Stimmen gegen zwei weitere Bewerber durchgesetzt.