Er will auf den Chefsessel im Rathaus Alpirsbach: Robert Vogler. Der 33-Jährige, der in der Industrie im Management arbeitet, setzt auf Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
„Alpirsbach hat eine wunderschöne Kultur und Geschichte. Ich bin überzeugt, dass man daraus noch mehr machen könnte“, sagt Vogler (parteilos), der bei der Bürgermeisterwahl in Alpirsbach am 22. Juni antritt, im Gespräch mit unserer Redaktion. Es gehe darum, Bewährtes zu erhalten und neue Wege zu beschreiten.
Wichtig sei es, die Finanzlage der Kommune zu verbessern – vor allem durch die Erhöhung der Einnahmen. Deshalb hat er sich den Ausbau von Gewerbe- und Industriegebieten und die Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen auf die Fahnen geschrieben. Außerdem solle der Zuzug von Familien gefördert werden. Als weitere Ziele nennt er die Verbesserung der Infrastruktur – von der Kita bis zur Schule –, die Steigerung der Lebensqualität und die Weiterentwicklung des Tourismus.
Einige große Themen
Werde er gewählt, will er zunächst die aktuellen Themen, mit denen sich der Gemeinderat schon befasst, mit dem Gremium weiterentwickeln. Als große Themen nennt Vogler unter anderem den Neubau des Feuerwehrhauses, aber auch die Kläranlage. Er habe schon einige Gemeinderäte kennengelernt und den Eindruck gewonnen, dass es eine tolle Gemeinschaft sei.
Wenn er die Fäden aufgenommen habe, könne als nächster Schritt gemeinsam mit dem Gemeinderat die Entwicklung neuer Ideen folgen.
Klar ist für ihn und seine Frau, eine Allgemeinmedizinerin, dass sie nach Alpirsbach ziehen würden. Die Stadt habe enormes Potenzial, ist Vogler überzeugt. Dieses Potenzial, kombiniert mit der Kultur und der herzlichen Art der Menschen, mache für ihn den Reiz Alpirsbachs aus.
Auch seinen Hobbys könne er in der Region nachgehen: dem Motorfliegen und der Jagd. Er ist in Vereinen aktiv, ist Vorsitzender des Bildungsvereins Pilot-Base und Mitglied im Luftsportverein Schwarzwald. Außerdem ist der Technikliebhaber passionierter Bastler.
Zurzeit lebt Vogler, der aus Offenburg stammt und dort auch Mechatronik studiert hat, in Stuttgart. Er arbeitet als Produktionsleiter im Sondermaschinenbau, leitet dort verschiedene Abteilungen mit insgesamt 50 Mitarbeitern. Dabei sei für ihn die Zusammenarbeit auf Augenhöhe wichtig.
Um schnell in seine Aufgabe hineinzuwachsen, wolle er – im Falle seiner Wahl – Fortbildungsangebote für Quereinsteiger-Bürgermeister nutzen und sich rasch in die aktuellen Themen einarbeiten. Doch dabei würde ihm ja auch der Gemeinderat mit seiner Expertise zur Seite stehen. Der Gemeinderat sei die tragende Säule der kommunalen Entwicklung. Er sei sich bewusst, dass das Bürgermeisteramt kein leichter Job werde, stellt Vogler fest. „Ich bin dennoch überzeugt, dass ich der Aufgabe gewachsen bin.“ Als Bürgermeister würde er sich nicht in der Chefposition, sondern als Moderator zwischen Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung sehen.
„Es hat beides mit Führung zu tun, mit Menschen, mit dem Entwickeln von Ideen – mit Zahlen, Daten und Fakten“, erklärt Vogler, wo er die Parallelen zu seiner derzeitigen Aufgabe sieht. Und bei beiden Aufgaben könne er Neues entwickeln und etwas vorantreiben. Was ihn antreibe, sei, die Stadt weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
Idee gibt es schon lang
Vogler hat bereits Verbindungen in der Region. Er hat sechseinhalb Jahre in Freudenstadt gelebt und war in dieser Zeit im Landkreis im Sondermaschinenbau tätig. So habe er auch einen Freundeskreis in der Umgebung. Die Idee, das Amt des Bürgermeisters anzustreben, begleite ihn schon seit dem Studium. Es sei ein Amt, in dem man Verstand und Expertise mit Herz kombinieren könne.