Aichhaldens alter und neuer Bürgermeister Michael Lehrer freut sich mit seiner Frau Mirjam über das Wahlergebnis. Foto: Lothar Herzog

Michael Lehrer bleibt erwartungsgemäß Bürgermeister von Aichhalden. Der bisherige Amtsinhaber und einzige Bewerber fuhr mit 98,08 Prozent der Wählerstimmen ein überragendes Ergebnis ein, die Wahlbeteiligung lag bei 46,08 Prozent.

1795 Wahlberechtigte waren am Sonntag bei Kaiserwetter in die Josef-Merz-Halle Aichhalden und Mehrzweckhalle Rötenberg gegangen, um ihre Stimme abzugeben. Davon waren 408 Briefwähler. Bürgermeister Michael Lehrer durfte sich mit 1534 erhaltenen Stimmen bestätigt fühlen, in den vergangenen acht Jahren einen guten Job in der Gemeinde gemacht zu haben.

 

Es gab 31 ungültige Stimmen, 30 Mal wurden andere Personen auf den Wahlschein geschrieben, dies waren 1,9 Prozent. Somit bestätigte sich wieder einmal die Redewendung „Es jedem recht getan ist eine Kunst, die keiner kann“.

Die Wahlmöglichkeit bis 18 Uhr wurde voll ausgeschöpft, der stellvertretende Feuerwehrkommandant Paul Schnell betrat um 17.59 Uhr das Wahllokal. Alte und neue Gemeinderäte, Vertreter der Verwaltung sowie Bürgermeister Michael Lehrer mit Gattin Mirjam und zwei Kindern wurden im Ratssaal des Rathauses bis 19.09 Uhr auf die Folter gespannt, ehe Manfred Moosmann als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses das Wahlergebnis bekanntgab.

300 Besucher warten bei der Festplatzanlage

Anschließend ging es im kleinen Fußmarsch zur Festplatzanlage,wo einschließlich der beiden Musikvereine aus Aichhalden und Rötenberg sowie der Feuerwehr rund 300 Besucher auf die Bekanntgabe der Bürgermeisterwahl warteten. Im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats gratulierte Moosmann dem alten und neuen Bürgermeister zum Wahlsieg. „Wir freuen uns, mit ihnen auf die nächsten acht Jahre, die Zukunft der Gemeinde miteinander gestalten zu können“, betonte Moosmann und dankte Hauptamtsleiterin Fabienne Legler, die Bürgermeister-Gattin Mirjam einen Blumenstrauß überreichte.

Wahlsieger ist „geplättet“

Der strahlende Sieger räumte ein, „geplättet“ zu sein. Als Alleinkandidat habe man gewisse Erwartungen an die Wahlbeteiligung. 30 Prozent seien in der Regel gut, er habe 38 Prozent angepeilt. Dass es über 46 Prozent geworden seien, „ist der Wahnsinn, das beeindruckt mich unglaublich“, gestand sich Lehrer ein.

Manfred Moosmann (rechts) gab als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses das Ergebnis auf der Festplatzanlage bekannt. Foto: Lehrer

Das Ergebnis verstünde er als Auftrag, so weiterzumachen wie in den vergangenen acht Jahren. Es werde wieder ein Zusammenspiel von Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft sein. „Nur zusammen bekommen wir Aichhalden und Rötenberg schön“, bekräftigte das Gemeindeoberhaupt.

Einladung zu Vesper und Freibier

Er danke allen, die trotz des schönen Wetters zur Urne gegangen seien, sowie den Wahlhelfern, die den Sonntag für die Bürgermeisterwahl opferten. „Ich lade jetzt alle ein zum Vesper und Wahlbier ein. Feiern sie mit mir, gerne auch etwas länger“, forderte Lehrer zum gemütlichen Teil auf.

Unter den zahlreichen Gratulanten findet sich auch Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher, der erst vergangene Woche mit einer ähnlich hohen Prozentzahl wiedergewählt worden ist. Foto: Lehrer

Bevor er jedoch sein eigenes Freibier genießen durfte, galt es viele, viele Hände zu schütteln, darunter die der Altbürgermeister Reinhold Kühner und Ekhard Sekinger, amtierenden Bürgermeister aus den Nachbar- und Umlandgemeinden sowie Pfarrer Christian Albrecht.

Musikalisch umrahmten die beiden örtlichen Musikvereine mit Dirigent Luca Heinzelmann das Bürgermeisterwahl-Fest mit dem Böhmischen Traum und weiterer klassischer Blasmusik. Und die Besucher hatten sich an den Stehtischen und auf Sitzbänken viel zu erzählen.