Die Bewerbungsfrist für den Chefsessel im Eschbronner Rathaus endet am 17. Februar. Bisher gibt es drei Kandidaten. Foto: Herzog

Gemeinderat stimmt für einen Verzicht. Weiterer Kandidat ist aufgetaucht. Bislang drei Bewerber für Wahl am 14. März.

Die Gemeinde Eschbronn wird für die Bürgermeisterwahl am 14. März keine öffentliche Vorstellung der Bewerber veranstalten. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag.

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

Eschbronn - Nach Auskunft von Hauptamtsleiterin Eva-Maria Jauch, die auch Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses ist, endet die Frist für die Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters in Eschbronn am 17. Februar um 18 Uhr. Eine Stunde später werde das Gremium in einer Sitzung in der Mühlbachhalle über die Zulassung der Kandidaten entscheiden.

Gemäß der Gemeindeordnung könne die Kommune den zugelassenen Bewerbern die Gelegenheit geben, sich den Einwohnern in einer öffentlichen Versammlung persönlich vorzustellen. Dazu sei die Gemeinde jedoch nicht verpflichtet, bekräftigte die Hauptamtsleiterin.

Genügend andere Möglichkeiten

Bisher habe sich der Gemeinderat die Entscheidung über eine öffentliche Kandidatenvorstellung hinsichtlich der weiteren und ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie offen gelassen. Nach den derzeit geltenden Corona-Regelungen sei es aus Sicht der Verwaltung schwierig, ob und in welchem Rahmen eine solche Veranstaltung stattfinden könne. Dies würde eine umfangreiche Vorbereitung mit einem längeren zeitlichen Vorlauf erfordern.

Bei einer Kandidatenvorstellung mittels Videoübertragung müssten die beschränkten Ressourcen der Gemeindeverwaltung berücksichtigt werden.

Da sich den Bewerbern genügend andere Möglichkeiten böten, sich den Bürgern vorzustellen, rate die Verwaltung von einer Wahlveranstaltung für die Bewerber ab, betonte Jauch. Diesem Vorschlag folgte das Ratsgremium bei einer Enthaltung.

Bislang gibt es für die Bürgermeisterwahl am 14. März – ein zweiter Wahldurchgang würde am 28. März stattfinden – nach dem Rückzug von Nicola Peranio drei Bewerber.

Dies sind zum einen Amtsinhaber Franz Moser, der als Erster seinen Hut in den Ring geworfen hat. Den Namen des zweiten Kandidaten, der bislang noch nicht alle erforderlichen Wahlunterlagen im Rathaus eingereicht hat, kann die Gemeindeverwaltung nicht preisgeben, weil sie dessen Einwilligung zur Herausgabe nicht hat.

Zuletzt hohe Wahlbeteiligung von 71 Prozent

Seit Dienstag gibt es mit Samuel Speitelsbach aus Ravenstein-Hüngheim einen dritten Kandidaten. Der Diplom-Ingenieur aus dem Neckar-Odenwald-Kreis ist ein bekannter Dauerkandidat und schon mehrfach negativ aufgefallen. Bei der Bürgermeister-Kandidatenvorstellung in Weinsberg (bei Heilbronn) vergangenes Jahr im Januar war er von der Versammlungsleiterin des Saales verwiesen worden.

Bei der Wahl des Rathauschefs in Eschbronn vor acht Jahren hatten die damals 1606 Wahlberechtigten bei zehn Anwärtern sprichwörtlich die Qual der Wahl, wodurch sich die hohe Wahlbeteiligung von 71 Prozent erklären lässt.

Amtsinhaber Walter E. Ziegler kandidierte damals nicht mehr. Moser holte 81 Prozent der Stimmen und ersparte den Wählern einen zweiten Urnengang.