Peter Schuster freut sich auf viele Gespräche. Foto: Schuster

Drei Kandidaten möchten die Bürgermeisterwahl in Bösingen gewinnen: der Amtsinhaber und zwei Herausforderer. Wie ist das Befinden sieben Wochen davor?

Bösingen - Fünf Wochen nach dem Startschuss am 23. Juli ist die Zeit reif für ein erstes Zwischenfazit des Bürgermeisterwahlkampfes in Bösingen. Gewählt wird am 16. Oktober. Peter Schuster antwortet auf fünf Fragen.

Wie liefen die ersten Wochen Ihres Wahlkampfes?

Zum einen war ich bis zum Wochenanfang noch gebunden bei meiner Aufgabe als Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Freudenstadt. Neben dem Tagesgeschäft gilt es, die Grundsicherungs- und Beratungsdienstleistungen für die zahlreichen geflüchteten Menschen aus der Ukraine auf den Weg zu bringen und verantwortungsbewusst, organisatorische Aufgaben umzusetzen.

Parallel habe ich die Zeit genutzt für erste Gespräche und um nun in meiner Urlaubszeit Besuchstermine mit den Unternehmen, Vereinsvorständen und Verantwortlichen von ehrenamtlichen Organisationen (zum Beispiel Projektgruppe "Löffler’s Haus") in Bösingen und Herrenzimmern zu vereinbaren.

Was haben Sie bisher in Sachen Wahlkampf unternommen?

Zum einen habe ich an verschiedenen Veranstaltungen in Bösingen und in Herrenzimmern teilgenommen (Patrozinium der Marienkapelle, E-Bike-Tour des Schwäbischen Albvereins oder die Bewirtung an der Burgruine genossen) und bin dabei mit den Bürgerinnen und Bürgern sozusagen "ins Gespräch" gekommen.

Ebenso sind erste Kontakte mit den Betrieben in Bösingen und Herrenzimmern sowie mit Vertretern von Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen (zum Beispiel Feuerwehr und Olga-Stritt-Stiftung – Haus Josefine) vereinbart oder schon geführt.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, neben dem persönlichen Gespräch auch über die digitalen Medien www.peterschuster.info sowie über Instagram und facebook mit mir in den Austausch zu treten. Auch daran bin ich interessiert und freue mich über weitere Gespräche.

Auf welche Resonanz sind Sie gestoßen – in Bösingen und in Herrenzimmern?

Die Gesprächspartner, Bürgerinnen und Bürger sind mir sehr offen begegnet und haben sich nach meiner Person, meinem beruflichen Werdegang und zu meiner Motivation gefragt und waren offen für ein Kennenlernen sowie für einen weiteren, vertieften Austausch. Teilweise kennen mich die Menschen auch aufgrund meinem früheren ehrenamtlichen Engagement im Bereich des Jugendsports.

Welche Themen beschäftigen die Bürger am meisten?

Gibt es einen Plan beziehungsweise ein Gemeindeentwicklungskonzept – wie könnte die Vorgehensweise hierzu aussehen? Dies halte ich für erforderlich – Ausgangslage ist ein Bewusstsein um die Stärken und Potenziale in der Gemeinde, und darauf aufbauend bedarf es eines Planes, der eine Antwort zu konkreten Maßnahmen und einem Zeitplan und dem verfügbaren Budget gibt. Dabei gilt es, transparent den Gemeinderat, die Bevölkerung und die Unternehmen sowie weitere Gruppierungen und Interessierte einzubeziehen.

Weitere Themen sind die Entwicklung der Wirtschaft sowie die sich derzeit abzeichnenden Kostensteigerungen für die Lebenshaltung und Energie.

Was planen Sie für die kommenden Wochen bis zum Bewerbungsschluss Mitte September?

Aktuell plane ich bis zur Kandidatenvorstellung Anfang Oktober weitere Gespräche mit den Vereinen, Unternehmen und den Austausch und die Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern in den beiden Ortsteilen Herrenzimmern und Bösingen.

Mir ist aber an einer regelmäßigen Kommunikation und Fortsetzung auch für die Zeit nach der Wahl gelegen. Gerade mit den Unternehmen und Gewerbetreibenden kann ich mir einen regelmäßigen Austausch und eine Zusammenarbeit vorstellen, um deren Bedarfe zum Beispiel bei der Gewinnung von Nachwuchskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzugreifen und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln zu können.  Das Gespräch führte Andreas Pfannes.