Amtsinhaber Roman Waizenegger will erneut für das Amt des Bisinger Bürgermeisters kandidieren.  Foto: Waizenegger

Zwei Bewerber gibt es bei der Bürgermeisterwahl und nachdem der Wahlausschuss gestern Abend zusammengekommen ist, steht fest: Roman Waizenegger bleibt der einzige ernst zu nehmende Kandidat, der am Sonntag, 17. Oktober, zur Wahl steht.

Bisingen - Der Wahlausschuss bestätigte am Dienstag, was bereits am Montagabend inoffiziell durchsickerte: Samuel Speitelsbach will Amtsinhaber Roman Waizenegger im Kampf um das Bisinger Rathaus herausfordern – wenn man in diesem Fall überhaupt von "Kampf" sprechen kann.

 

Speitelsbach ist Dauerkandidat, der bereits bei zahlreichen Bürgermeister- und Oberbürgermeisterwahlen seinen Hut in den Ring geworfen hatte. In der Region kandidierte der heute 34-Jährige in Rosenfeld, wo er bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Gemeinde Ende Februar 2020 einen grotesken Auftritt lieferte. Nach zwei Minuten verließen die ersten Rosenfelder den Saal, es kam zu deutlichen Missmutsäußerungen. Spätestens bei seiner Idee, Kartoffelkäfer zu bekämpfen, indem man sie so umzüchtet, dass sie für Vögel schmackhaft sind, lachten viele der Besucher nicht mehr nur versteckt, sondern lauthals heraus. Und noch mehr, als Speitelsbach Angaben zu seinem Familienstand machte: Kinder habe er noch keine, aber "meine Tabea" habe ihm welche versprochen für den Fall, dass er sein "Recht auf die deutsche Krone" geltend mache – was er hiermit in Rosenfeld tue, sagte er damals.

Ein oft auch mitleidiges Lächeln hatten viele Rosenfelder nach dem Auftritt Speitelsbachs im Gesicht, als die Kandidatenvorstellung vorbei war.

Roman Waizenegger dürfte über seinen Herausforder nur müde lächeln. Und obwohl er der einzige ernst zu nehmende Kandidat ist, will er einen Wahlkampf organisieren. In einer Pressemitteilung schreibt Waizenegger: "Noch vor Beginn der offiziellen Ausschreibung habe ich meine erneute Bewerbung um dieses verantwortungsvolle Amt angekündigt. Die Aufgabe ist für mich jeden Tag aufs Neue spannend, herausfordernd und erfüllend zugleich. Gerne stelle ich mich weiterhin dieser Aufgabe und möchte die Arbeit für und mit den Menschen in Bisingen fortsetzen. Mit Genugtuung und Freude blicke er auf die vergangenen Jahre der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, den Vereinen und Unternehmen sowie den Gemeinde- und Ortschaftsräten zurück.

Im Jahr 2014 sei er als junger Bürgermeister mit dem Versprechen angetreten, stets ein offenes Ohr für all ihre Anliegen zu haben und sich unabhängig wie sachorientiert für die Belange der gesamten Bürgerschaft einzusetzen. "Mein Bestreben war es vom ersten Tag an, durch persönliches Engagement und mit großem Einsatz diesem Anspruch gerecht zu werden und das Vertrauen in meine Person zu rechtfertigen und auszubauen", schreibt Waizenegger.

Wenn sich auch nicht alle Wünsche und Hoffnungen umsetzen ließen, so haben doch gemeinsam mit Bürgerschaft und Gemeinderat viele Aufgaben angegangen, erreicht und bewegt werden können.

Waizenegger kündigt an: "Diesen kommunikativen und bürgernahen Stil möchte ich auch in den nächsten Jahren weiter pflegen und ausbauen." Deshalb sei es für ihn selbstverständlich, einen Wahlkampf zu führen, um mit Bürgern in den persönlichen Austausch zu gehen.

"Mir war und ist es stets wichtig: Was bewegt die Bisinger vor Ort?", sagt Bürgermeister Roman Waizenegger. Auf seiner neu eingerichteten Wahlhomepage unter www.waizenegger2021.de findet sich dazu eigens eine Umfrage. Damit können die Bürger dem Amtsinhaber auch anonym mitteilen, wo sie die kommunalen Zielsetzungen und Schwerpunkte des Gemeinwesens sehen. Darüber hinaus informiert er online über seine Vorstellungen für die Zukunft. Auch Wahlkampftermine werden online bekanntgegeben.