In Grömbach steht am Sonntag die zweite Runde für die Bürgermeisterwahl an. Foto: © Kebox – stock.adobe.com

Am kommenden Sonntag küren die Grömbacher ihren neuen Bürgermeister. Das Wahllokal im Lindenforum ist bis 18 Uhr geöffnet. Dann wird ausgezählt. Erstmals bekommt die Gemeinde ein ehrenamtliches politisches Oberhaupt.

Grömbach - Für den zweiten Wahlgang reicht, anders als beim ersten, die einfache Mehrheit. Wer die meisten Stimmen bekommt, gewinnt. Alles sei vorbereitet – die beantragten Briefwahlunterlagen seien zugestellt, die Stimmzettel lägen bereit, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Walz, der als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses mit seinem Gremium am Freitagabend noch einmal im Lindenforum zusammenkommt, um die endgültige Wählerliste zu erstellen. Denn bei dieser Bürgermeisterwahl dürfen erstmals auch alle Grömbacher ab 16 Jahren sowie EU-Einwohner, die im Ort gemeldet sind, mitbestimmen, wer künftig auf dem Rathaussessel Platz nimmt.

Vier Kandidaten treten an

Vier Kandidaten stehen am 9. Januar zur Wahl: Wolfgang Löser (Grömbach), Kurt Günthner (Grömbach), Jörg Kopp (Haiterbach) und Daniel Wolber (Grömbach). Die Namen der ersten Drei standen bereits beim ersten Wahlgang am 12. Dezember auf dem Stimmzettel, bei dem Jörg Kopp als Stimmenkönig hervorging. Ihn hatten 130 Grömbacher gewählt. Kurt Günthner erhielt 64 Stimmen, Wolfgang Löser zehn. Die Überraschung des Abends: Daniel Wolber, der gar nicht kandidiert hatte, haben 86 Grömbacher auf dem freien Feld auf dem Stimmzettel eingetragen.

Wolber hat daraufhin seine Bewerbung im Rathaus für den zweiten Wahlgang abgegeben. Gunter Albert aus Wörnersberg, der 54 Stimmen erhalten hatte, zog hingegen seine Kandidatur zurück. Auch bei der Wahl am Sonntag bleibt eine Zeile unter den Namen der Kandidaten frei. Hier können erneut Wunschkandidaten eingetragen werden. "Wir haben alles beisammen, es muss nur noch der Sonntag kommen", so Manfred Walz, der noch einen Blumenstrauß besorgen will, um dem neuen Gemeindeoberhaupt zu gratulieren.

Einfache Mehrheit reicht

Dass einer der Kandidaten die einfache Mehrheit erreichen wird, daran hat Walz keinen Zweifel. Er glaubt aber, dass es ein knappes Ergebnis werden könnte. Doch ganz gleich, wer am Ende die Nase vorn haben wird: Der neue Bürgermeister Grömbachs wird auch diesmal kein Verwaltungsfachmann sein. Das muss er auch nicht, denn einige Verwaltungsaufgaben, wie das Kassen- und Finanzwesen, das auch das Erstellen von Rechnungsabschlüssen und Haushaltsplänen beinhaltet, erledigt für Grömbach die Gemeindeverwaltung Pfalzgrafenweiler.

Hoffen auf neue Harmonie

Denn Grömbach gehört gemeinsam mit Wörnersberg und Pfalzgrafenweiler seit der Kreis- und Gemeindereform der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft an. Dessen Vorsitzender, Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dieter Bischoff, hofft, dass es zu einer "guten und klaren Entscheidung kommt und der neue Mann auf eine breite Basis aufbauen kann". Das sei für Grömbach wichtig.

Dass auch diesmal wieder ein Nicht-Verwaltungsfachmann ins Grömbacher Rathaus einziehen wird, ist für ihn kein Problem. Das sei bei ehrenamtlichen Bürgermeistern oft der Fall, weiß Bischoff, der dem Neuen die volle Unterstützung der Gemeindeverwaltung Pfalzgrafenweiler zusichert. "Als großem Partner ist uns viel daran gelegen, dass es harmonisch weitergeht", betont Bischoff, der hofft, dass die Gräben, die unter dem Vorgänger da waren, zugeschüttet und vergessen werden und es eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Mann geben wird. "Alles andere tut Grömbach nicht gut, und für uns als Partner ist es auch nicht gut." Am Sonntag will er ins Lindenforum, um bei der Auszählung dabei zu sein, dem neu gewählten Bürgermeister zu gratulieren und ihm eine gute Zusammenarbeit anzubieten.