Michael Rieger bleibt auch nach zwei Amtsperioden Bürgermeister von St. Georgen. Damit ist er auch für die nächsten acht Jahre das Oberhaupt der Bergstadt. Zurücklehnen kommt für ihn aber nicht in Frage: Er möchte weiterhin vollen Einsatz zeigen.
„Herzlich willkommen zur öffentlichen Sitzung des Gemeinderats.“ Mit diesen Worten überraschte die zweite Bürgermeister-Stellvertreterin Hedwig König sicherlich viele der Gäste im Bürgersaal des Roten Löwen. Und diese etwas ungewöhnliche „Sitzung“ hatte nur einen einzigen Tagesordnungspunkt – die offizielle Amtseinführung des nach zwei Perioden für eine weitere achtjährige Amtszeit wiedergewählten alten und neuen Bürgermeisters Michael Rieger.
Musikalisch umrahmt wurde die Amtseinführung von einem Streichquartett der Jugendmusikschule St. Georgen/Furtwangen. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, von Schulen, Kirchen, aber auch viele Bürger ohne offizielle Funktion, wollten ihren ganz offensichtlich sehr wertgeschätzten Bürgermeister zum Start in seine letzte Amtszeit begleiten.
Und wenn ein Bürger der Bergstadt geeignet ist, diese Wertschätzung mit den dazu passenden Worten auszudrücken, dann ist dies Michael Riegers erster Stellvertreter, Hansjörg Staiger, der mit einer sehr authentischen Rede das Wirken des Stadtoberhaupts für St. Georgen gebührend würdigte.
Amtseinführung läuft ohne Eidesformel ab
Michael Rieger habe in seiner bisherigen Amtszeit außergewöhnliches Engagement für die Stadt und ihre Bürger gezeigt. Er sei zielstrebig, aber immer mit dem nötigen Augenmaß, habe viele wichtige Vorhaben angepackt. Manches sei inzwischen umgesetzt worden. Als Beispiel nannte Staiger die abgeschlossene erfolgreiche Sanierung des Roten Löwen.
Das offizielle Prozedere der Amtseinführung lief dann ohne Eidesformel ab – denn die hatte Rieger bereits bei seiner ersten Einführung vor 16 Jahren gesprochen. Schonachs Bürgermeister Jörg Frey sprach als Vertreter der Nachbar-Gemeinden. Alle würdigten den Menschen Michael Rieger und dessen politisches Geschick.
Es folgten Bernd Schellenbauer vom Unternehmen Schunk, der namens der lokalen Wirtschaft sprach und hier Riegers Einsatz würdigte. Pfarrer Harald Dörflinger, katholische Kirche, Pfarrer Roland Scharfenberg, evangelische Kirche, und Jörg Westermann als Vertreter der St. Georgener Schulen, schlossen sich den Glückwünschen an. Brigachs Ortsvorsteher Georg Wentz sprach für die heimische Landwirtschaft, und Gerhard Mengesdorf vertrat die Bergstadt-Vereine.
Rieger will für letzte Amtszeit vollen Einsatz zeigen
In seinem sehr persönlich gehaltenen Schlusswort dankte Rieger den Grußwort-Überbringern, seiner Verwaltung, dem Gemeinderat und allen Bürgern für das ihm gegenüber gezeigte Vertrauen. Er werde sich auf seiner letzten Amtszeit gewiss nicht „zurücklehnen“ – dazu sei er gar nicht fähig.
Er sei gern bereit, in den nächsten acht Jahren noch einmal „vollen Einsatz“ für seine Bergstadt zu zeigen.