Bürgermeister Torben Dorn dachte sicher nach seiner Verhaftung durch Teufel und Neckartäle Waldhexen: „Augen zu und durch“. In diesem Jahr wurde er vom neuen Büttel Lukas Hauser in Handschellen abgeführt. Die nächste Generation der Dauchinger Teufel wurde auch schon eingelernt, wie man den Schultes verhaftet. Foto: Gertrud Hauser

Zur Bürgermeisterverhaftung in Dauchingen kam Zunftmeister Philipp Förg mit seinem Teufelsgefolge, den Neckartäle Waldhexen und den Baumstellern mit dem Bagger.

​ Dies hatte einen guten Grund, denn Bürgermeister Torben Dorn wurde vorgeworfen, er kümmere sich nicht um die Straßenschäden, die es in der Nähe seines Amtssitzes bereits über ein Jahr gibt.

 

Schon längst sollten diese Schäden behoben werden, doch die Mühlen im Rathaus mahlen einfach langsam, und so nehmen nun die Teufel die Sanierung in die Hand. Dies war Grund genug für die Teufel und Neckartäle Waldhexen, dem Rathauschef seinen Schlüssel abzunehmen.

So wurde er in Handschellen vom neuen Büttel Lukas Hauser abgeführt und im Geleit von Musikkapelle und dem Narrenvolk zur Zunftstube der Teufel geführt. Dort musste er verharren bis die Baumsteller mit Muskelkräften ihren Narrenbaum stellten.

„Seckeleorden“ verliehen

Vor dem Baumstellen nahmen die „Blättlewiieber“ Ute Adolf und Susy Albiker die Ehrung des „Seckeleordens“ vor. In diesem Jahr musste Wolfgang Amma dran glauben. Seine Spülmaschine war defekt. Da er nun zum Handspülen seines Geschirrs verdammt wurde, hat er gleich in seiner Küche ein Schaumbad geschaffen.

Während dem Baumstellen wurden die zahlreichen Zuschauer von Musikern der Musikkapelle bestens unterhalten. Nach dem Baumstellen ging es noch mal hoch her in den Besenwirtschaften, so in der Zunftstube, im „Hexenloch“ im alten Pfarrhaus bei den Neckartäle Waldhexen und in der Sportsbar der Musikkapelle in deren Probelokal. Hier wurden die 80er- und 90er-Jahre bunt und nostalgisch wieder zurückgeholt. Und überall erklangen die Dauchinger Fasnet-Hymnen: Pfui Teufel und Wald Hex.