Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde in einer Feierstunde in der mit geladenen Gästen voll besetzten Festhalle nach 16 Jahren im Amt Bürgermeister Josef Herdner.
Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Siedle hielt neben zahlreichen anderen Festredner die Laudatio für Bürgermeister Herdner und überreichte ihm zum einen die Entlassungsurkunde und zum anderen die Bürgermedaille der Stadt Furtwangen.
Ein kompaktes, gleichermaßen umfangreiches Programm war vorbereitet. Durch den Abend führte souverän Gemeinderätin Anja Siedle. Sie grüßte die vielen Wegbegleiter, die es sich nicht nehmen ließen, an diesem Abend mit Josef Herdner zu feiern.
Umrahmt wurde die Feier durch die Stadtkapelle Furtwangen unter der Leitung von Timo Hieske. Bürgermeister Josef Herdner war immer ein großer Anhänger dieser Kapelle.
Kein einfacher Dienstbeginn
Erster Festredner war Landrat Sven Hinterseh. Er zeigte sich beeindruckt von dem „tollen Blick in eine voll besetzte Festhalle“ zum Abschied des Bürgermeisters der „Donauquellstadt“. Sein Dienstbeginn 2010 zur Zeit der Finanzkrise sei nicht einfach gewesen. Es gab wichtige Themen, beispielsweise auch der Bestand des Skiinternats. Er habe es verstanden, bürgerschaftliches Engagement zu fördern wie Bürgerbus, Bregtalbad oder Bregtallift. „Er hat es geschafft, die Bürger zusammen zu bekommen“. Er würdigte auch das Wirken von Herdner im Kreistag.
Ein weiterer Gruß kam von der Landtagsabgeordneten Martina Braun. Selbst Bürgerin von Furtwangen habe sie im Lauf der Jahre verschiedene Bürgermeister erleben können. Gemeinsam habe man versucht, das Beste für die Bürger zu erreichen.
Im Namen der Bürgermeister im Schwarzwald-Baar-Kreis überbrachte Jörg Frey aus Schonach die Grüße und erinnerte dabei an die gemeinsame Studienzeit an der Hochschule Kehl. Josef Herdner sei „im richtigen Moment der richtige Bürgermeister für Furtwangen“ gewesen. Er habe die Menschen zusammengeführt und sie in eine gute Zukunft geleitet. Im Kreis der Bürgermeister, wo er immer seine menschliche Stärke eingebracht habe, hinterlasse er eine große Lücke.
Gleich drei Pfarrer sagen ihren Dank
Gleich drei Pfarrer, Harald Bethäuser, Joachim Sohn und Markus Ockert, dankten Herdner für sein Verständnis und die offene Gesprächsbereitschaft. Er sei schon immer auch in der Kirche aktiv gewesen, beispielsweise bei den Salesianern Don Boscos, erinnerte Pfarrer Bethäuser. Und Pfarrer Sohn und Pfarrer Ockert betonten seine Bereitschaft, auch bei anderen Konfessionen Gottesdienste zu besuchen.
Daniel Armbruster (Musikverein Schönenbach) würdigte das große Engagement für die mehr als 100 Vereine in der Stadt und die Bereitschaft, immer auch mit dabei zu sein.
Janik Probst (Bergwacht) überbrachte gemeinsam mit anderen Vertretern den Dank der Blaulicht-Organisationen für die breite Unterstützung.
Jürgen Kemmelmeier als geschäftsführender Schulleiter Furtwangens würdigte vor allem den großen Einsatz bei der Sanierung des OHG, und André Frey vom Personalrat betonte, wie sehr sich Josef Herdner für seine Mitarbeiter eingesetzt und deren Arbeit anerkannt habe.
Dazwischen gab es noch eine Einlage, die für große Heiterkeit im Saal sorgte: „… us em kleinschte Ortsteil“ präsentierte Florian Klausmann von der Theatertruppe einen KI-Roboter: Original Bürgermeister-Lachen bei der Theater-Aufführung, auch wenn der Bürgermeister mal nicht dabei ist.
Schließlich wurde Herdner in einem Sessel platziert, worauf Anja Siedle zum Abschied die Laudatio hielt. „Sein offenes Ohr für alles, was die Menschen bewegt“ sei ein wichtiges Merkmal von Josef Herdner. Gleich nach dem Amtsantritt 2010 sei das Zusammenrücken aller und die Bündelung von Kräften spürbar gewesen. Es war eine lange Liste seiner erfolgreichen und wichtigen Aktivitäten, die sie vortragen konnte. Nicht zuletzt sei er auch weiter „Kopf“ wichtiger Organisation in der Stadt. Zusammen mit allen Gemeinderäten auf der Bühne überreichte sie an Josef Herdner die Bürgermedaille der Stadt Furtwangen, da er sich „durch umfassende und hervorragende Leistungen um das Wohl der Stadt und ihre Einwohner verdient gemacht hat“, verbunden auch mit einem Dank an Gattin Petra Herdner.
Als Höhepunkt sang dann Nana Mouskouri (Andrea Klausmann) mit den Gemeinderäten und den Gästen im Saal ein Loblied auf den Bürgermeister.
Das letzte Wort hatte dann Bürgermeister Josef Herdner selbst mit einem kurzen Abriss zu den „16 intensiven und erfahrungsreichen Jahren mit euch allen“. Man könne nur etwas mit allen gemeinsam erreichen. Er dankte allen, die gemeinsam mit ihm 16 Jahre lang die Stadt geprägt haben, die ihm sehr ans Herz gewachsen sei.