Bürgermeister Bernd Heinzelmann wurde in der ersten Ratssitzung im neuen Jahr in seine zweite Amtszeit vereidigt und verpflichtet.
Bürgermeister Bernd Heinzelmann (parteilos) war bei der Bürgermeisterwahl am 19. Oktober 2025 als einziger Kandidat mit 98,33 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden.
Eigentlich begann seine zweite Amtszeit bereits am 12. Januar 2026. Da der Gemeinderat jedoch erst am vergangenen Mittwoch tagte, fand die Vereidigung und Verpflichtung etwas später statt. „Er war ab 12. Januar trotzdem im Rathaus und hat gearbeitet“, sah Gemeinderat und ehrenamtlicher Bürgermeister-Stellvertreter Werner Kaufmann (CDU) kein Problem in der zeitlichen Verschiebung der Verpflichtung. Hierfür war er in der Novembersitzung 2025 gewählt worden.
Rückblick auf acht Jahre Amtszeit
Bevor Kaufmann zur Tat schritt, blickte er auf die vergangene Amtszeit von Heinzelmann zurück. Für einen Teenager seien acht Jahre eine unendlich lange Zeit, warte er doch sehnsüchtig auf seinen 18. Geburtstag, damit er für sein Tun endlich niemanden mehr um Erlaubnis fragen müsse. Für einen Bürgermeister sei ein solcher Zeitraum dagegen immer zu kurz. Heinzelmanns Wahlprogramm vor acht Jahren sei prall gefüllt gewesen mit Ideen und Visionen, die gewisse Erwartungen in der Bevölkerung geweckt hätten, erinnerte sich der Gemeinderat. Mit Elan, Eifer, fachlicher Kompetenz und viel Menschlichkeit habe Heinzelmann Vorhaben umgesetzt. Beispielhaft nannte Kaufmann die Sanierung des Hauses des Gastes und die Sanierung mehrerer Brücken im Ortsteil Kaltbrunn, den neuen Kunstrasenplatz für den Sportclub Kaltbrunn und Zuschüsse an den Tennisclub zur Sanierung des Platzes sowie an den Musikverein für neue Uniformen.
Bürgerbeteiligung als Leitgedanke
Mit der Durchführung von Workshops zum Thema „Bürgerbeteiligung“ habe Heinzelmann Prozesse angestoßen, um die Bevölkerung beim Vorhaben, Schenkenzell zukunftsfähig zu machen, teilhaben zu lassen. Manche Projekte daraus seien bereits umgesetzt worden oder zumindest in Planung, hob Kaufmann hervor. Die Zukunft werde nicht einfacher werden, da die finanziellen Mittel nur sehr beschränkt vorhanden seien.
„Mit Deinem Mut und Fleiß und dem Rathaus-Team sowie einem konstruktiv und verantwortungsvoll mitarbeitenden Gemeinderat wirst du auch die nächsten acht Jahre unsere Gemeinde und die Bürgerschaft durch die raue See der Kommunalpolitik lenken. Packen wir es gemeinsam an“, war sich Kaufmann sicher.
Mit erhobener Hand sprach Heinzelmann die von Kaufmann vorgelesene Verpflichtungsformel „Ich gelobe Treue der Verfassung …“ nach. Danach betonte er, stolz und dankbar zu sein, weiterhin Bürgermeister von Schenkenzell sein zu dürfen. In den vergangenen acht Jahren sei nicht alles Vorgenommene umgesetzt worden. Deshalb gebe es noch einiges zu tun. Schritt für Schritt, was finanziell eben möglich sei. „Mein Dank gilt dem Bauhofteam und dem Rathausteam, das mir einiges abnimmt. Sowie dem Ortschaftsrat und Gemeinderat, mit denen auch neue und andere Wege eingeschlagen werden, um mit der Zeit zu gehen. Nur gemeinsam können wir gestalten und vorwärtskommen. Ich freue mich auf weitere acht Jahre mit euch. Der Dank gilt natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern und meiner Familie“, bekräftigte das alte und neue Gemeindeoberhaupt.