Einen Ausblick auf anstehende Aufgaben gab Bürgermeister Rudolf Fluck beim Neujahrsempfang. War man im Oktober 2024 noch optimistisch bezüglich Investitionen, bewegte ab November die Politik zum Umdenken, mit Schwerpunkt auf Pflichtaufgaben.
Zu den Pflichtaufgaben gehört die Sicherung kritischer Infrastruktur mit der Erneuerung der Zuleitung der Stehlequelle für 2,5 Millionen Euro. Von den Stadtwerken Villingen erwartet man bis 2028 Konzepte zur Energieversorgung und -speicherung sowie zur Wärmeversorgung.
Mit Tuningen und Unterkirnach erfolgt in den nächsten zwei Jahren eine kommunale Wärmeplanung. Wesentlich ist die Stärkung von Feuerwehrwesen und Bevölkerungsschutz. Themen in der Stabsarbeit mit dem Landkreis sind Notfalltreffpunkte oder klare Handlungsabläufe, besonders bei großen Stromausfällen oder Evakuierungen.
Bevölkerung wird bei Übungen eingebunden
Die Bevölkerung soll bei der Übung mit der Feuerwehr eingebunden werden. Ob deren Entwicklung mit 45 gut ausgebildeten Kräften könne man sich glücklich schätzen, so Fluck. Dringend angehen müsse man das Gerätehaus.
Als Planungskosten stünden in diesem Jahr 350 000 Euro bereit. Ziel sei die Fertigstellung des Neubaus zum Mai 2028. Das neue HLF10 solle im ersten Halbjahr 2025 geliefert werden, die Beschaffung eines LF20 sei beschlossen.
Breitbandausbau geht weiter
Bis Sommer fertig sein soll der Breitbandausbau bei Aussiedlerhöfen, Robert-Kratt-Straße, Neubaugebiet Kälberwaid und Hindenburgstraße mit Innendorf für 2,5 Millionen Euro. In den nächsten drei Jahren möchte man für 1,8 Millionen Euro die Martin-Luther-Straße erneuern, samt Kanal und Wasserversorgung. 600 000 Euro beträgt der Investitionsanteil an der Kläranlage Villingen. Bis April abgeschlossen sein sollen die 800 000 Euro teuren Erdsondenbohrungen zum Wärmenetz für Gewerbegebiet Egert VI. Die Vermarktung lief sehr gut an, Bestandsbetriebe sicherten sich acht Hektar, unter derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen und Energiekosten seien Investitionen aber unmöglich.
Bei jungen Familien punkten
Kälberwaid III mit 45 Plätzen für Einfamilien-, Doppel-Reihenhäuser und mehrgeschossigen Wohnungsbau soll bis Ende 2025 voll sein. Mit innovativem Wärmekonzept und beispielhafter Sozialraumentwicklung punkte man hauptsächlich bei jungen Familien. Erdwärme werde über den Eigenbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.
Tagespflege am Bürgerpark
Etwas Besonderes schaffen könne man mit weiterer Seniorenversorgung samt Tagespflege am Bürgerpark. Ein geplantes Gesundheitszentrum müsse deutlichen Mehrwert für Praxen und Patienten bringen, als Chance zu langfristiger ärztlicher Versorgung der Bevölkerung.
Die Projekte der vergangenen Jahre zeigten, wie wichtig es sei, Menschen mitzunehmen um allen Teilhabe und Lebensqualität zu bieten, so Fluck. Dazu gehörten Wohnpark, starke Vereinsstrukturen, hervorragende Betreuungsangebote im Kinderhaus oder die Generationenhilfe mit 60 Ehrenamtlichen.
Neue Akzente in der Jugendarbeit
Samira Bensmail werde als qualifizierte Jugendkoordinatorin mit dem Zukunftsausschuss neue Akzente setzen. Fluck lobte die hervorragende Arbeit in der Gemeinschaftsschule, auch wenn die geplante Erweiterung für fünf Millionen Euro zurückgestellt wurde. 2025 sollen aber für 500 000 Euro Ertüchtigungen erfolgen.
Eindrucksvolle Wiederwahl des Bürgermeisters
Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Eich erinnerte zum Ende an die „eindrucksvolle“ Wiederwahl Flucks. Auch künftig sei die gute Zusammenarbeit von Bürgermeister und Gemeinderat nötig. Das habe in der Vergangenheit gut funktioniert. Für einen genehmigungsfähigen Haushalt habe man schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen. Dank gelte auch allen Gemeindebediensteten. Für 2025 sei man gut gerüstet.