Um die Bebauung in der Hochstraße hatte es ein Tauziehen zwischen der Stadt und dem Investor Gemibau gegeben. Foto: Köhler

Die BI „Lebenswerte Hochstraße“ hat sich mit ihren Wünschen durchgesetzt. Statt vier Gebäuden werden nur drei errichtet.

Um 18.20 Uhr war die Kuh vom Eis – da gab der Gemeinderat dem neuen Bebauungsplanentwurf zur Hochstraße einstimmig sein Okay. Der am Montagabend gefasste Beschluss sieht auch vor, dass der Entwurf offengelegt und somit alle öffentlichen Träger beteiligt werden.

 

Es war nicht das erste Mal, das das Gremium über einen Bebauungsplan für das 1,2 Hektar große Gebiet in Hanglage abgestimmt hat. Im Oktober 2024 hatte der Rat dem damaligen Entwurf allerdings seine Zustimmung verweigert. Zu groß und zu massiv erschienen die ursprünglichen Pläne den Ratskollegen. Auf diese Punkte hatte zuvor auch die Bürgerinitiative „Lebenswerte Hochstraße“ kritisch hingewiesen.

Die Ablehnung im Rat war der Auftakt für einen „komplexen Verfahrensverlauf“, wie es die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Sitzung am Montag formulierte. Tatsächlich hatte es ein ziemliches Hin und Her zwischen der Stadt und dem Investor gegeben, der zunächst an seinem Entwurf festhalten wollte. Das Rathaus reagierte mit einer Veränderungssperre für das Areal, woraufhin der Investor zu Zugeständnissen bereit war. Letztlich einigte man sich, wie mehrfach berichtet, auf einen Kompromiss, mit dem alle Seiten leben können – die Stadt, die Anwohner und der Investor, die Offenburger Wohnungsbaugenossenschaft Gemibau, obwohl sich deren Gewinnmarge mit dem neuen Entwurf verschmälert.

Der abgespeckte Plan sieht vor, drei gleich große statt vier unterschiedlich große Gebäude mit insgesamt 30 statt einst 41 vorgesehenen Wohnungen zu errichten. Zugleich ist man übereingekommen, nicht höher als auf drei Stockwerke zu bauen, so dass die Gebäude maximal 9,80 Meter hoch werden. Dabei werden sie gleich aufgebaut, mit einer Vier-Zimmerwohnung parterre und einer Fünf-Zimmerwohnung im Obergeschoss. Im ersten und zweiten Geschoss sind jeweils zwei Zwei-Zimmerwohnungen und zwei Drei-Zimmerwohnungen geplant. Im Vergleich zum alten Entwurf reduziert sich die Grundfläche der Gebäude um 38 Prozent, der Investor hat somit erhebliche Abstriche machen müssen.

Es soll auch eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen gebaut werden. Zusätzlich sind oberirdisch weitere sechs Stellplätze vorgesehen – macht 1,2 Parkplätze je Wohnung.