Für den Bau des Bürgerhauses im Unterschwandorf haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Leichte Verzögerungen fallen nicht ins Gewicht, da dies eh im Sinne des Gemeinderats ist.
Ein Baukran , der prominent auf dem Rapp-Platz aufgebaut ist, ist das nach außen hin sichtbare Zeichen, dass es mit den Arbeiten für das neue Bürgerhaus in Unterschwandorf los geht.
Bislang handelt es sich um vorbereitende Arbeiten, wie der ehemalige, in den Ruhestand verabschiedete Haiterbacher Bauamtsleiter Werner Braun, der den Bau als Projektleiter begleitet, vor Ort erklärt.
Hinter dem Gebäude ist ein Graben gezogen, der Ver- und Entsorgungsleitungen sichtbar macht. „Die Leitungen sind im Weg“, erläutert Braun. Sie werden derzeit verlegt, denn an dieser Stelle sollen zwei Pfeiler gesetzt werden, die sechs Meter tief im Erdreich liegen werden. Sie werden dem Gebäude, das im auf den Bestand aufgesetzten Teil deutlich über die bisherige Grundfläche hinausragen wird, den nötigen Halt haben.
Geologische Untersuchungen
Dieser Entscheidung sind laut Braun umfangreiche geologische Untersuchungen zum Bauuntergrund vorausgegangen. Nicht zuletzt aufgrund des Alters des Gebäudes waren praktisch keine Unterlagen zu dessen Bau zu finden. Weitere Pfeiler werden dann auch vor dem bisherigen Gebäude, also zur vorbeiführenden Landesstraße 353 hin, gesetzt.
Streng genommen hätten die Pfähle schon vor zwei Wochen gesetzt werden sollen, doch die Verzögerungen fallen laut Braun nicht ins Gewicht. Anstehende Maurerarbeiten sollen bis Ende des Monats abgeschlossen sein, dann könne der Zimmerer zumindest noch die vorbereitende Arbeiten in diesem Jahr angehen.
Im nächsten Jahr kann dann das das eigentliche Gebäude aufgestellt werden. Im Laufe des Jahres 2026 soll dann der Innenausbau erfolgen.
Kosten von rund einer Million Euro
Für das Bürgerhaus Unterschwandorf sind Gesamtkosten von rund einer Million Euro veranschlagt. Davon fließen 293 000 Euro aus Fördermitteln. Das Bürgerhaus wird vom „buerohauser“ geplant.
Ursprünglich war eine Bauzeit bis Frühjahr 2026 angesetzt worden, die sich auch bis Jahresmitte hätte ziehen könnte. Nun wurde quasi um ein Jahr verlängert.
Eine Fertigstellung ist jetzt für Mitte 2027 vorgesehen. Das hat den Vorteil, dass sich auch die Baukosten und die konkreten Abrechnungen auf beide Jahre verteilen, vielleicht sogar ein Teil noch in den Haushalt 2027 rutscht.
Bürgersaal ist das Herzstück
Abgerissen wurde das Erdgeschoss sowie das Obergeschoss. Das neue Bürgerhaus wird auf diesen Bestand dann aufgesetzt. Künftiges Herzstück ist der Saal für Veranstaltungen mit 60 bis 70 Personen.
Geplant ist ein Büro für den Ortsvorsteher und eine Küche, die von außen angedient werden kann. Von außen soll es ein modernes, angesichts der Lage an der Hauptverkehrsstraße, prägendes Gebäude mit wechselnden Ansichten sein, zu dem nach letztem Stand auch eine Holzfassade gehört.
Das Untergeschoss, in dem die Feuerwehr untergebracht ist, wird laut Braun weitgehend unberührt von den Arbeiten bleiben. Dort werde es lediglich in paar kosmetische Maßnehmen geben.