Das neue Bürgerhaus konnte Richtfest feiern. Foto: Stadler

Die Unterschwandorfer konnten endlich das Richtfest für ihr neues Bürgerhaus feiern. Was es kostet, was es bieten soll und wie lange die Einwohner schon darauf warten.

Bereits vor rund zehn Jahren wurde über eine Begegnungsstätte im Ortschaftsrat und in den Vereinen diskutiert, erwähnte Ortsvorsteher Markus Häußler in seinen Eröffnungsworten beim Richtfest am „Bürgerhaus Unterschwandorf“.

 

Anschließend blickte Bürgermeisterin Kerstin Brenner an diesem besonderen Tag für Unterschwandorf und die Stadt Haiterbach auf einen lebendigen Mittelpunkt, der hier entstehe und ein vielfältiges Miteinander bieten werde.

Der Neubau für ein modernes und funktionales Gebäude mit Raum für Vereine, Bürger, Ortsvorsteher und Sitzungen des Ortschaftsrats zeige mit seinem Holzständerbauwerk erkennbar seine Dimensionen, meinte die Bürgermeisterin.

Rund eine Million Euro für das neue Bürgerhaus

Die Kosten des Bürgerhauses mit einem Bürgersaal für 60 Personen und angrenzender Küche sowie dem Büro des Ortsvorstehers und geplantem Lagerraum im Dachgeschoss liegen bei rund einer Million Euro. Hierfür flossen aus dem Programm Entwicklung Ländlicher Raum, kurz ELR, 293.000 Euro als Zuschuss.

Brenner dankte Bauleiter Werner Braun und allen Projektbeteiligten für ihren Einsatz, das Engagement und die Projektgestaltung. Das Projekt sei eine Investition in die Zukunft des ländlichen Raums und stehe auch für den Zusammenhalt, sagte die Bürgermeisterin, hoch oben auf dem Gerüst unter dem mit bunten Bändern geschmückten Richtbaum stehend.

Von dort sprach auch Karl-Heinz Schaible, Chef von Holzbau Schaible aus Wildberg-Schönbronn den Richtspruch in Reimen. Dabei betonte er die Freude über das neue Gebäude und über die Handwerkskunst. Mit einem dreifachen Hoch erhob er sein Glas, leerte es in einem Zug und ließ es glückbringend am Boden zerschmettern.

Gemeinsam für die katholische und evangelische Kirche segneten Pfarrvikar Adam Galazka und Pfarrerin Dorothee Völkner beim Richtfest den Neubau. Dabei wurde auf die vor 140 Jahren gebaute Kapelle in der Ortsmitte geschaut. Für damals kaum zu stemmende 5000 Mark wurde sie errichtet.

Ortsvorsteher Markus Häußler (von links), Bürgermeisterin Kerstin Brenner, Karl-Heinz Schaible von Holzbau Schaible, Wildberg-Schönbronn und der katholische Pfarrvikar Adam Galazka Foto: Stadler

Auch heute werde trotz knapper Kasse ein Bauwerk in der Mitte von Unterschwandorf errichtet. „So etwas schaffen nur die Unterschwandorfer“, sagte lobend Pfarrerin Völkner, auf die beim Richtfest fast länger als auf das Bürgerhaus gewartet wurde. So ihre scherzenden Worte, da sie mit angekündigter Verspätung beim Fest eintraf.

„Ohne Frieden kann das Leben nicht gelingen“

Pfarrvikar Galazka wünschte Unterschwandorf, dass das Bürgerhaus mit Frieden gefüllt werde. „Ohne Frieden kann das Leben nicht gelingen“, ließ er wissen. Nach einem gemeinsamen „Vater unser“ verlas Völkner den Segensspruch auf ihrem Geschenk, das sie passend zum Richtfest an Ortsvorsteher Markus Häußler überreichte. Um das leibliche Wohl beim Fest hatte sich Günter Kübler gekümmert.