Chorleiter Philipp Gruninger und sein Chor „Voice Village“ erfreuten die Bewohner und Mitbürger in der Pfarrscheune im vergangenen Sommer. Der Erlös, rund 1000 Euro, ging an die Bürgergemeinschaft Somit. Foto: Axel Dach

Bei der Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Soziales Miteinander (Somit) Schuttertal stand unter anderem das Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz im Fokus. Projekte wie die Pfarrscheune finden darin keine Berücksichtigung.

Ein zentrales Thema war das neue Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz, das im Juli 2023 in Kraft trat. Es sei zwar positiv, dass Pflegheimbewohner finanziell entlastet werden, so Vorsitzende Ursula Gruninger. Jedoch hätten ambulante Wohngemeinschaften, so wie sie in der Pfarrscheune mit zwölf Bewohnern betrieben werden, keinen Nutzen davon, da diese im neuen Gesetz nicht berücksichtigt werden. Gruninger bezeichnete das als großen Wermutstropfen und als ungerecht. Sie hoffe auf eine Nachbesserung und werde sich weiter dafür einsetzen. Sie teilte mit, dass die ersten ambulanten Wohngruppen bereits schließen mussten und sagte, dass es dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik gebe.

 

Zudem lobte die Vorsitzende das sehr engagierte Mitarbeiterteam der Pflegewohngruppe Pfarrscheune. Gruninger betonte die Bedeutung der monatlichen Teamsitzungen der mehr als zwanzig Mitarbeiter sowie des Austauschs mit Angehörigen der Bewohner und ehrenamtlichen Helfern. Sie berichtete, wie die eingegangenen Spendengelder verwendet wurden. Unter anderem sei die Küche im Bürgersaal mit weiterem Geschirr ausgestattet worden, so dass nun ausreichend für Mitbürger und Vereine vorhanden sei.

Rechner führt Amt aus privaten Gründen nicht weiter

Schriftführerin Gabriela Griesbaum gab Einblicke in zahlreiche Aktivitäten, darunter Gottesdienste, gemeinsames Singen, Fastnachtsveranstaltungen, Konzerte und musikalische Auftritte, Grillen , einen Ausflug zum Dorfladencafé in Schweighausen und das Gestalten eines Adventsfensters für den „lebendigen Adventskalender“.

Rechner Albert Schätzle berichtete von einem guten Kassenstand. Der Hofflohmarkt, der von Familie Gisela und Otto Himmelsbach zugunsten der Pfarrscheune organisiert wurde, habe rund 180 Euro eingebracht, der Vortragsabend von Gerhard Himmelsbach rund 860 Euro, das Konzert von Philipp Gruninger mit seinem Chor „Voice Village“ ungefähr 1000 Euro.

Gruninger lobte den Einsatz des Rechners, der sich von der ersten Stunde an für den Verein engagiert einbracht habe. Sie bedauerte, dass Schätzle sein Amt aus privaten Gründen nicht weiterführen werde. Er wurde mit großem Dank aus seinem Amt entlassen. Seinen Posten wird nun Maria Bauer bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im kommenden Jahr kommissarisch weiterführen. Die erste Vorsitzende betonte, wie wichtig das Amt des Rechners sei, der Verein werde zudem von einem Steuerberater unterstützt.

Ein Lob gab es auch für Cindy Schätzle, die die Idee hatte, mit dem Café „Lueg emol ri zur Kaffeestund“ ein Angebot an die Senioren und Alleinstehende des Ortes ins Leben zu rufen. Jeden Mittwochnachmittag bestehe nun die Möglichkeit, im Bürgersaal gemütlich Kaffee zu trinken, einen Kuchen zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Dankesworte an Verein

Gemeinderat Michael Vögele dankte dem Verein mit seinen 169 Mitgliedern seitens der Gemeinde, während Gisela Himmelsbach Dankesworte von der Nachbarschaftshilfe Schuttertal überbrachte.