Windenergie im Wald? Da ist der Eingriff aus Sicht der Gegner zu groß im Vergleich zu topographisch besser gelegenen Standorten. (Symbolfoto) Foto: christian - stock.adobe.com

So reagieren die Windkraftgegner auf unsere Fragen zum Bürgerentscheid.

Wir haben den Windkraftgegnern dieselben Fragen zukommen lassen wie den Befürwortern. Als Rückmeldung erhielten wir darauf lediglich einen Verweis auf die Internetseite der Windkraftgegner und die Informationsveranstaltungen, die bereits stattgefunden haben.

 

Um dennoch ein ausgewogenes Bild bieten zu können, fasst die Redaktion die Position der Gegner auf Basis der Windkraftbroschüre der Gemeinde zusammen.

Als Contra-Argumente werden etwa der Flächenverlust und die bestehende Belastung der Bürger durch die A 81 genannt. Kritisiert wird auch der Eingriff in die Waldgebiete mit Rodungen und der Flächenversiegelung. Zudem könnte man insbesondere durch den Bau auf dem Höhenrücken des Gebietes Angriffsflächen für Stürme schaffen, heißt es.

Wertminderungen befürchtet

Und sollten Windkraftanlagen in Brand geraten, sei das eine fast unlösbare Aufgabe für die Feuerwehr. Auch befürchten die Windkraftgegner Belastungen durch Lärm und Schatten. Gefährdet durch Windindustrieanlagen seien außerdem geschützte Vogelarten, wie der Milan. Es gebe deutliche Hinweise auf Brutpaare im Waldgebiet der Gemeinde, heißt es.

Befürchtet werden auch mögliche Wertminderungen bei Immobilien. Zudem wird damit argumentiert, dass Windkraftanlagen nicht grundlastfähig seien, und die erzeugte Energie nicht in ausreichendem Maße speicherbar sei.

Aus Sicht der Windkraftgegner führe Windenergie im Wald insgesamt zu einem „unverhältnismäßig hohen Eingriff in die Natur gegenüber topographisch besser gelegenen und leichter zu erschließenden Standorten“.