Die Gegenwind-Kraftgruppe Sulz-Dornhan-Vöhringen hat den Hamburger Fritz Vahrenholt für seinen Vortrag „Die Energiewende ist gescheitert“ nach Sulz eingeladen. Dabei kamen Thesen zur Sprache, die dem wissenschaftlichen Diskurs widersprechen.
„Wir müssen unser Fracking-Gas, das für die nächsten 30 Jahre reicht, in Deutschland fördern“, ist Fritz Vahrenholt überzeugt.
Auch sollten sowohl die alten und abgeschalteten Atomkraftwerke wieder in Betrieb gehen sowie neue Reaktoren gebaut werden. Und: In zehn Jahren könnte ein Fusionsreaktor alle Energieprobleme lösen.
Flugreisen werden teurer
Der einstige Vorstand der Deutschen Shell AG kritisiert auch den europäischen Emissionshandel, bei dem Unternehmen für ihren Ausstoß CO₂-Zertifikate kaufen müssen. Da der Preis dafür steigt, sollen so finanzielle Anreize zur CO₂-Einsparung geschaffen werden. „Das macht Flugreisen, Benzin und Gas teurer“, sagte er.
„Wird man ja noch sagen dürfen“
„Robert Habeck will vom eigenen Versagen ablenken“, behauptet frühere SPD-Umweltsenator aus Hamburg in diesem Zusammenhang und merkt an: „Das wird man ja noch sagen dürfen, ohne dass jemand morgens mit sechs Polizisten vor der Haustür steht.“
Im November hatte die Kriminalpolizei Schweinfurt die Wohnung eines 64-Jährigen im Landkreis Haßberge durchsucht. Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Habeck Strafantrag wegen einer Bezeichnung als "Schwachkopf" auf der Plattform X gestellt, wie das ZDF berichtete. Die Durchsuchung stand im Zusammenhang mit einem bundesweiten Aktionstag gegen antisemitische Hasskriminalität im Netz.
"Ich gucke ARD und ZDF nicht mehr, das tut meinen Gehirnzellen nicht gut", gesteht der Professor. Szenarien des Weltklimarats IPCC bezeichnet der Referent als „irrealistisch“, da diese von einer enormen Erwärmung ausgehen.
Mehr Essen durch Klimaerwärmung?
Und für Vahrenholt hat der Umstand, dass laut jüngster Bundeswaldinventur die deutschen Wälder aufgrund klimabedingter Schäden mehr CO₂ in die Atmosphäre abgeben, als sie selbst speichern können, einen positiven Effekt: „Mehr CO₂ heißt mehr Blattwachstum“, sagt er. Ein steigender CO₂-Gehalt könne somit zu einer grüner werdenden Welt und somit auch Nahrungsmittelsteigerung von 15 Prozent führen, so seine These.
„Grüner“ Wasserstoff kein Gamechanger
Kritik hat der Referent auch an der auf Photovoltaik und Windkraft ausgerichteten Energiewende. „Es ist noch nicht nach Berlin durchgesickert, dass einige Betriebe auch nachts arbeiten“, proklamiert Vahrenholt und erklärt: Nachts scheine die Sonne nicht, und stillstehende Windräder würden für ihre elektrischen Komponenten selbst Strom benötigen.
Pläne der CDU, die auf grünen Wasserstoff setze, erteilt er ebenfalls eine Absage. Die Energieverluste, die bei der Umwandlung von Windstrom mittels Elektrolyse in Wasserstoff und bei dessen Verbrennung zurück zu Energie entstünden, seien aus seiner Sicht zu groß und somit unwirtschaftlich. Darüber hinaus sorgten Windparks dafür, dass Insekten wie der Distelfalter durch den Luftdruck der Windkraftanlagen zerstört würden, warnt der promovierte Chemiker.
Regenwolken werden umgeleitet
Sein Vorredner, Theo Feger, Vorsitzender der Bürgerinitiative Windvernunft an Wolf und Kinzig, hatte führt ausgeführt, dass Regenwolken durch Windräder umgeleitet würden oder sie vor den Rotoren abregneten. Und fragte mit Blick auf die parlamentarische Demokratie: „Sind wir durch die grüne Diktatur auf dem Weg in die Selbstzerstörung?“
Der CO2-Preis und das Klimageld
Klimageld
Die Teuerung durch die gestiegenen Kohlendioxid-Preise wollte die Ampel-Regierung mit einem „Klimageld“ ausgleichen: Jeder bekommt eine pauschale Summe pro Kopf. Wer wenig Treibhausgase verursacht – meist ärmere Haushalte – kann so belohnt werden, wer viele verursacht, zahlt mehr. Das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Projekt wurde nicht umgesetzt.
Auszahlung 2025
Im Dezember beschloss die noch amtierende Bundesregierung einen Direktauszahlungsmechanismus. Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) betonte: „Unser Ziel ist es, dass der Basismechanismus, mit dem pauschale Auszahlungen möglich sind, im Jahr 2025 zur Verfügung steht.“ Dafür werden verschiedene Datenbanken zusammengeführt, damit der Steuer-ID jedes Bürgers auch eine Kontonummer zugeordnet werden kann.