Dass die Stadt Sulz ihre Flächen konsequent aus diesem Regionalplan zurückzieht wünscht sich unser Leser Marc Bettinger. Denn durch den Bürgerentscheid habe die Kommune eine starke demokratische Legitimation.
Sulz hat entschieden – jetzt müssen Taten folgen! Die Bürger von Sulz haben mit einer klaren Mehrheit von über 60 Prozent gegen die Errichtung von Windkraftanlagen gestimmt.
Dieses Votum ist ein deutliches Signal an Bürgermeister Jens Keucher und die kommunalen Entscheidungsträger: Sie sind nun gefordert, den Willen der Bevölkerung ernst zu nehmen und ihre politischen Entscheidungen entsprechend auszurichten.
Besserer Windverhältnisse als in Sulz
Besonders wichtig ist nun die zweite Chance, die sich durch das erneute Beteiligungsverfahren des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg zur Fortschreibung des Teilplans „Regionalbedeutsame Windkraftanlagen“ ergibt.
Ministerpräsident Kretschmann hat über „ForstBW“ viele Waldflächen für Windkraftanlagen freigegeben, wodurch sich die Anzahl der potenziellen Standorte im neuen Regionalplan noch einmal erheblich vergrößert hat – darunter auch Gebiete mit deutlich besseren Windverhältnissen als in Sulz.
Sämtliche Flächen streichen
Gerade deshalb erwarte ich, dass die Stadt Sulz ihre Flächen konsequent aus diesem Regionalplan zurückzieht. Durch das eindeutige Bürgervotum hat Sulz im Vergleich zu anderen Kommunen eine starke demokratische Legitimation. Die notwendigen 1,8 Prozent der Fläche für Windkraft lassen sich auch ohne einen zusätzlichen Beitrag aus Sulz realisieren.
Herr Bürgermeister Keucher, setzen Sie den Willen der Bürger um und sorgen Sie dafür, dass sämtliche Flächen um Sulz aus dem Regionalplan gestrichen werden! Demokratie lebt von der Umsetzung getroffener Entscheidungen – nun sind Sie am Zug!
Marc Bettinger, SulzSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.