Unser Leser geht davon aus, dass Windkraftanlagen kommen werden (Symbol-Foto). Foto: © Martin Mecnarowski – stock.adobe

Über die Aussagen mancher Leserbriefschreiber und Referenten ist unser Leser Lothar Kopp erstaunt. Denn schließlich brauche eine Pflanze Wasser und durch das Votum gegen kommunale Windrad-Flächen habe die Stadt Gestaltungsmöglichkeiten vertan.

Es ist erstaunlich, was an Leserbriefen nach dem Bürgerentscheid geschrieben wird. Da ist zu lesen, Sulz hat sich gegen Windkraftanlagen entschieden. Das ist nicht der Fall. Sulz hat sich gegen die Verpachtung kommunaler Flächen für Windkraftanlagen entschieden. Somit ergeht es Sulz wie Vöhringen: Windkraftanlagen werden gebaut, die Gemeinde geht leer aus.

 

Es wird geschrieben der Staatsforst BW weist genügend Flächen aus. Das ist richtig, nur hat die Stadt hier keinen Einfluss, solange die gesetzlichen Regelungen, etwa bei Abständen, eingehalten werden.

Aussage macht Gärtner sprachlos

Mit der Verpachtung kommunaler Flächen hätte Sulz Einnahmen generieren können. Es bestand die Möglichkeit, die Bedingungen zur Bebauung zu nennen und gegenüber dem Regionalverband zu argumentieren, dass Sulz sein Flächensoll erfüllt hat.

Noch etwas zu CO₂ und dem Klimawandel, da wurde doch von einem Referenten der Gegenwindkraftgruppe behauptet „Je mehr CO₂ , desto grüner wird die Welt“. So eine solche Aussage ist an Dummheit nicht zu überbieten, als Gärtnermeister fehlen mir dazu die Worte.

Bei sich selbst anfangen

Jeder Mensch benötigt Wasser um zu leben, deswegen kann der Mensch aber noch lange nicht im Wasser und nur von Wasser leben. Wer eine Zimmerpflanze hat, weiß, dass diese auch Nährstoffe benötigt, aber niemand würde der Pflanze statt Wasser nur Flüssigdünger zu geben, da stirbt sie.

CO₂-Pro-Kopf-Ausstoß oder Landesausstoß? Zu behaupten, der Ausstoß je Nation sei entscheiden und dies mit einfacher Mathematik belegen zu wollen, ist krass. Wollen wir von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, keine Heizung und kein Auto haben, verlangen, CO₂ einzusparen? Das kann am besten der, der den größten CO₂-Fußabdruck hat.

Lothar Kopp, Sulz

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