Bei dem Bau von Windkraftanlagen fürchtet unsere Leserin Kerstin Rupp um die Waldböden vor Ort. Den vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen steht sie skeptisch gegenüber.
Wald ist Leben. Die Behauptung, Windräder dienten dem Waldschutz, ist einfach hanebüchen.
Wie, bitte schön, kann das Zerreißen intakter Waldflächen durch Abholzungen, das kilometerlange Verdichten für Zuwegungen und das Zubetonieren der Böden mit gewaltigen Fundamenten unseren Wald schützen? Und ein solches Zerstörungswerk betrifft nicht nur Bäume, große Waldtiere und Vögel.
Aufforstung ist „ein Hohn“
„In einer Handvoll Walderde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt“ (P. Wohlleben). Einmal zerstört, dauert es über 100 Jahre, bis sich diese empfindlichen, äußerst fein strukturierten Böden erholt haben – falls ein umfassender Rückbau der Windanlagen überhaupt erfolgt.
Das lapidar versprochene Trostpflaster einer „Ausgleichsaufforstung“ mit ein paar Bäumchen irgendwo ist geradezu ein Hohn angesichts der Komplexität der Natur.
Es ist eben nicht alles einfach ersetzbar und auch nicht alles verzichtbar. Für mich jedenfalls ist unser Wald kein Wegwerfartikel, sondern ein von Leben erfüllter Organismus wie wir selbst.
Kerstin Rupp, Sulz-MühlheimSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.