Die Waldeingriffe für Windkraftanlagen sorgen für Diskussionen (Symbol-Foto). Foto: © Ben - stock.adobe.com

Dass Stadträte von GAL und SPD bei Rodungen für ganze Neubaugebiete eine andere Haltung haben als bei Eingriffen für einzelne Windräder, erstaunt unseren Leser Alexander Kaupp. Er wirft dem Kämmerer sowie Ratsmitgliedern von CDU und SPD/GAL vor, in der Stadt, „Angst“ zu „befeuern“.

Es erstaunt mich schon sehr, wie sich Meinungen mit Blick auf den Artikel „Eingriff in die Natur stößt auf scharfe Kritik“ vom 13. Oktober 2021 über das Baugebiet Sulz-Bergfelden so gravierend ändern können.

 

„Und nun könne man einfach Bäume fällen, wenn der Abstand zum Wald [Dicke] nicht reiche und den Waldrand verlegen, wollte Gabriele Brucker (GAL) wissen. Brucker fragte, ob die ‚Verlegung‘ Auswirkungen auf den Abfluss von Starkregen haben werde. Heidi Kuhring (GAL) kritisierte dennoch die gravierenden Eingriffe in die Natur und führte die Sturmgefahr an, der hinter den zu fällenden Bäumen liegende Wald [Dicke] nun ausgesetzt werde. Natürlich könne man jeden Eingriff ausgleichen, bis der Ursprungszustand wieder hergestellt sei, dauere es jedoch Jahre. Das Wort ‚Aufwertung‘ stieß André Amon (SPD) sauer auf. ‚Fakt ist: Wir zerstören die Natur‘, stellte er klar. Man könne natürlich auch überall Neubaugebiete einrichten und die Natur damit immer besser machen, meinte er sarkastisch.“

Wenn es aber um Windindustrieanlagen auf der Dicke geht, ist alles anders! Wald kann gerodet werden, Starkregen spielt keine Rolle mehr und Naturzerstörung kann auch „einfach“ ausgeglichen werden! Herr Fauser, Herr Amon, Herr Dölker und Herr Nübel befeuern, wie immer, die Angst, dass die Stadt Sulz ohne Windindustrieanlagen stark verschuldet würde.

Rendite für Bürgerenergie

Hier würde ich mir wünschen, dass man bei den Fakten bleibt. Komischerweise verpachtet die Stadt Dächer für Photovoltaik- Anlagen an die 3- Täler Energie für einen absoluten Spottpreis.

So schlecht kann es ja dann um den Haushalt nicht stehen, wenn die Stadt auf solche Einnahmen nicht angewiesen ist und die Rendite an die Sulzer 3- Täler Energie weitergibt.

Hier kann sich jeder Bürger seinen Teil dazu denken! Daher stimmen Sie bitte mit JA für den Erhalt des Waldes.

Alexander Kaupp, Sulz-Bergfelden

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