Die Triathlonabteilung der Turnerschaft Langenau spricht sich in einer Stellungnahme zum Bürgerentscheid für den Umbau des Schopfheimer Freibades in ein Naturbad aus.
Die beiden großen Vereine in Schopfheim – die Turnerschaft Langenau mit der Triathlonabteilung wie auch die Ortsgruppe Schopfheim der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) – haben einen besonderen Bezug zum Schopfheimer Schwimmbad und sind vom Erhalt des Bades in besonderer Weise betroffen, heißt es in einer Stellungnahme im Vorfeld des Bürgerentscheids über die Sanierung des Schwimmbades. Darin fasst Abteilungsleiter Hubert Klemm die Argumente zusammen, warum die Triathleten dafür plädieren am Sonntag, 8. März, mit Nein abzustimmen.
„Bei der Verwirklichung eines Naturbades bleibt die Wasserfläche erhalten“, so ein erster Argument. Damit bleibe der Platz für Schwimmer jeder Altersgruppe, für den Vereinssport, den Trainingsbetrieb auf hohem Niveau, die lebensrettende Ausbildung zum Rettungsschwimmer und zur Durchführung von Großveranstaltungen wie etwa der Triathlon-Tag bestehen. Wichtig in diesem Zusammenhang: Das 50-Meter-Becken mit sechs Bahnen bleibe erhalten.
Auch stehe bei der Realisation eines Naturbades das Innenbecken weiter zur Verfügung, führt Klemm weiter aus. Somit könnten (Kinder-) Schwimmkurse im Innenbecken weiterhin stattfinden, und die Kinder rund um Schopfheim könnten auch in Zukunft in einem geschütztem Umfeld das Schwimmen erlernen. Schon heute lernten viel zu wenige Kinder schwimmen – eine weitere Einschränkung würde diese Situation weiter verschärfen, heißt es weiter.
Schließlich werde bei der Realisation eines Naturbades die Erlebnisqualität des Schwimmbades erheblich gesteigert. So könnten etwa die Sanitärbereiche auf den aktuellen technischen Stand gebracht werden. Das Baden und Schwimmen im chlorfreien Wasser sei unbestritten reizärmer und leiste zudem ein Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz. Die ökologische Ausgleichs- und Regenerationsfläche fördere die Artenvielfalt und ermöglicht eine ökologische, nachhaltige und ressourcenschonende Wasseraufbereitung. „Das ist eine echte Win-Win Situation“, so Klemm.
Schließlich verweisen die Sportler auf die wirtschaftlichen Aspekte: Der gesetzte Kostenrahmen könne durch die geringeren Baukosten eines Naturbads eingehalten werden, auch Förderungen seien für diese Betriebsweise durchaus möglich. „Die langfristige Sicherstellung des Betriebes wäre durch die nachweislich geringeren Betriebskosten sichergestellt“, sind die Sportler überzeugt. „Das damit einhergehende ,nachhaltig- ökologische Image’ unserer Stadt macht uns zu Vorreitern in der städtebaulichen Betrachtungsweise“, heißt es in der Stellungnahme abschließend.