Das Thema Naturschwimmbad ist nach wie vor aktuell. Foto: Die Oberbadische/Markgräfler Tagblatt

Das Thema Naturbad bewegt nach wie vor die Schopfheimer Bürger. Unser Leser Hans-Ulrich Rammelt hat dazu die folgende Meinung.

Ich begrüße die Entscheidung zum Bürgerentscheid durch den Gemeinderat und hoffe, dass möglichst viele Einwohner von Schopfheim die Gelegenheit zur aktiven Mitbestimmung nutzen. Noch besser wäre es gewesen, wenn schon im Vorfeld der Festlegung auf ein sogenanntes Naturbad (es ist ein technisches Bad mit Naturfilter ohne Chlor), die Bürgerschaft Gelegenheit bekommen hätte, in den Entscheidungsprozess mit einbezogen zu werden. Vielleicht ist das ja eine Überlegung für zukünftige Projekte der Stadt. Die Ratsentscheidung für das Naturbad gründete sich ganz offensichtlich auf das Angebot der Firma Gutmann und war vom günstigsten Preis bestimmt.

 

Was solche Angebote wert sind, merkt die Gemeinde aber erst, wenn es in die Umsetzung geht. Kein Anbieter in Deutschland würde für die dann eventuell ausufernden Kosten Garantien übernehmen.

Wir kennen das auch in Schopfheim vom Schulcampus. Diese Risiken lassen sich minimieren, wenn Erkundigungen über die ausführende Firma im Vorfeld eingeholt werden. Ist das geschehen? Da entstehen Fragen wie nach der Qualifizierung der Firma? Sind die DIN-Normen bei der Kostenberechnung, welche zur Entscheidungsfindung im Gemeinderat dienen sollen, den Kostengruppen korrekt zugeordnet? Wurden Baukosten bei anderen Projekten überschritten? Wie zufrieden waren die Nutzer mit dem Ergebnis?

Zu all diesen Themen hat sich die Interessengemeinschaft Sport und Familienbad kundig gemacht und hätte den Gemeinderäten zur Verfügung stehen können.

Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir bei den Überlegungen, welches Bad wir für unsere Stadt haben wollen, die Fakten sprechen lassen. Dazu gehört auch, dass die Bedürfnisse der bisherigen Nutzer berücksichtigt werden, sonst haben wir zwar ein ein Naturbad, aber es fehlen uns die Eintrittsgelder.

Hans-Ulrich Rammelt, Schopfheim