Bei der Blutspenderehrung (v. l.): Albert Senger, Peter Feucht, Bürgermeister Frank-Michael Littwin und Achim Schaub Foto: Wolfgang Grether

Im Rückblick des Bürgerempfangs in Hasel erinnerte Bürgermeister Frank-Michael Littwin an seine Wünsche zum vergangenen Jahr.

Die dritte Gruppe des Kindergartens öffnete, die Brücken am Hauweg sowie in Glashütten waren fristgerecht begehbar und die Umgestaltung des Schulhofes wurde in Angriff genommen. Viele Veranstaltungen vom Oldtimertreffen über Maibaumstellen, Höhlenfesten, Adventsverkäufe und Dorfflohmarkt bereicherten das Dorfleben und stärkten die Gemeinschaft. Herausragend das 150-jährige Gründungsjubiläum des Gesangvereins mit gleich zwei Festen und das 50-jährige Bestehen des Tennisclubs.

 

Der Verein „jung & alt Hasel Gemeinsam füreinander“ hat sich etabliert, kommt in der Bevölkerung gut an und erweiterte das Angebot um einen Mittagstisch, der auf reges Interesse stieß.

Blutspender geehrt

Bauhof, THW und DRK sind öffentlich sichtbar, aber auch die wenig medienwirksamen Engagements vergas Littwin nicht. Der kleine „Pieks“, so umschrieb er das Blutspenden, hat vielen geholfen und drei Blutspender erhielten die „Goldene Blutspender-Ehrennadel“. Auf zehn Spenden brachte es Peter Feucht, 75-mal erhielten den Pieks Achim Schaub und Albert Senger. Sie erhielten die Ehrennadel ergänzt um einen Kranz.

Zukünftig wollen Bürgermeister und Gemeinderat die persönlichen Einsätze im Dienste der Allgemeinheit noch deutlicher in den Fokus rücken. Drei Einstufungen von der Würdigung über die Verleihung einer Bürgerehrennadel bis zur Ernennung zum Ehrenbürger soll es geben.

Für 2026 gibt es Ziele, teils auf Grund gesetzlicher Vorgaben, wie die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung ab dem kommenden Schuljahr, teils in eigener Erwartungshaltung, wie die Schulhofneugestaltung, die Weiterführung der Kanalsanierungen sowie der Neubau einer Fußgängerbrücke. Helfen kann dabei das Sondervermögen des Bundes. Hasel erhält rund 780 000 Euro.

„Zähnef(l)etschereien“

Vor dem Verzehr der kulinarischen Leckereien, allesamt von den Mitgliedern des Gemeinderats und deren Partner/innen bereitgestellt, gab es den fröhlichen und manchmal auch nachdenklichen Genuss der „Zähnef(l)etschereien“. Das Familienkabarett mit Biss gefiel. Vater Reinhold Fetscher mit den Töchtern Jennifer und Jessica begeisterten mit Wortspielen und guter Musik. Kabarett mit Weitblick bis nach Amerika und Donald Trump, dem was Deutschland bewegt oder nicht bewegt wie „Ent-Zugs-Erscheinungen“ der stehende Zügen, dazu regionale Themen die Menschen von Böllen bis in die Langenau unter die Lupe nahmen aber auch ganz lokalen Aussagen zu Hasel dem ruhigen Dorf ohne stilles Örtchen oder der Hymne auf Fank-Michael, gemeint damit das Gemeindeoberhaupt. Manchmal nachdenklich mit der Bewertung zum Umgang mit

Handy, Zeit und Cybermobbing, dazu mit weitblickenden Themen zu Rente und Geldnot aber immer mit viel Witz, der beim Publikum ankam. Die Zugaberufe nahmen die Bühnenstars des Abends gerne auf. Der reichliche Applaus wurde mit viel Empathie empfangen.

Ein Neujahrsempfang der in Erinnerung bleiben wird, auch weil viele Einwohner sich die Zeit nahmen, dabei waren und offensichtlich reichlich Freude und Redebedarf mitbrachten.