CDU-Landtagskandidat Carl Christian Hirsch (von links), die Freudenstädter CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele, Kerstin Schillinger (Hotel Fritz Lauterbad), CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Geschäftsführender Gesellschafter der Richard Wöhr GmbH Stefan Wöhr Foto: Fotograf Oliver Zipperer

Rund 100 Gäste aus Bürgerschaft, Vereinsleben, Handwerk und Mittelstand folgten der Einladung der CDU-Kreisverbände Calw und Freudenstadt zum Bürgerempfang bei der Richard Wöhr GmbH.

Das 1967 gegründete Familienunternehmen wird heute von den Geschäftsführern und Brüdern Stefan und Jürgen Wöhr geführt.

 

Die Produktpalette reicht von klassischen Folientastaturen über Gehäusetechnik bis hin zu modernen Touch- und Glaslösungen.

Der Wandel von mechanischen Tasten hin zu Touchpads und Touchscreens steht exemplarisch für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens. „Das sind Produkte, bei denen man technologisch auf der Höhe der Zeit sein muss“, betonte Stefan Wöhr. Entwickelt, produziert und vertrieben wird ausschließlich an den Standorten Höfen und Bad Wildbad. „Die Menschen hier im Nordschwarzwald haben genau die richtige Grundeinstellung: Sie wollen und können Probleme lösen. Aber wir müssen als Wirtschaftsnation insgesamt dranbleiben – die Konkurrenz schläft nicht.“

Format gelobt

Bei der Überleitung zum wirtschaftspolitischen Impuls von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstrich CDU-Landtagskandidat Carl Christian Hirsch: „Gerade bei Dokumentationspflichten muss der Staat den Unternehmern wieder mehr Vertrauen schenken. Das bedeutet auch, wegzukommen von einer Einzelfallgerechtigkeit und hin zu praktikablen Lösungen bei Vorgaben.“

Linnemann lobte, so heißt es weiter in einer Mitteilung der CDU, zunächst das Format des Bürgerempfangs: „Gute Politik funktioniert am besten mit denen, die die Prozesse kennen. Dafür braucht es Praktiker.“ Daher schätze er an Hirsch als IHK-Geschäftsführer sowie an Landtagsabgeordnete Katrin Schindele als Entwicklungsingenieurin, dass beide Wirtschaftsverständnis besitzen und wüssten, wie unternehmerische Abläufe tatsächlich funktionieren.

Mit Maßnahmen wie beispielsweise der Aktivrente, die einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2000 Euro ermöglicht, sowie der beschlossenen Senkung der Körperschaftsteuer von 15 auf zehn Prozent hat der Bund gezielt Impulse gesetzt.

Zentrale Handlungsfelder

„Wir waren lange umso viel besser, wie wir teurer waren. Das können wir uns heute nicht mehr leisten“, ordnete Linnemann ein. Die beschlossenen Maßnahmen würden aber jetzt ihre Wirkung entfalten. Er benannte weiter fünf zentrale Handlungsfelder, die entscheidend für die Stimmung im Land sind: Steuern, Energiepreise, Bürokratie, Lohnnebenkosten sowie Fachkräftesicherung. Deutschland habe „nichts im Boden, aber viel in der Birne“ – dieses Potenzial gelte es, zu nutzen.

Katrin Schindele betonte die internationale Stärke des Landes: „Baden-Württemberg lebt vom Export in alle Welt. Bei der Erschließung neuer Absatzmärkte brauchen wir einen Ministerpräsidenten als starken Botschafter unseres Standorts.“

Wurstsalat für 18 Euro?

Dass die Mehrwertsteuersenkung ein Standortfaktor ist und wichtig war, um Mitarbeiter vor dem Hintergrund des steigenden Mindestlohns zu halten, ordnete Unternehmerin Kerstin Schillinger vom Hotel Fritz Lauterbad in Freudenstadt ein. „Sonst kostet der Wurstsalat irgendwann 18 Euro“. Hirsch führte weiter aus der CDU-Agenda aus: „Wir brauchen keine Gießkannen-Förderpolitik, sondern eine Reduzierung auf solche Programme, die funktionieren.“ Auch brauche es bezahlbare Energie über stabile Netze.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Herausforderungen sind klar benannt. „Wir haben kein Erkenntnisproblem. Jetzt kommt es auf konsequente Umsetzung mit einer stabilen Regierung an“, so Hirsch.