Joey Kelly (Mitte) trägt sich in das goldene Buch der Stadt ein, flankiert von Bürgermeister Jonathan Berggötz (rechts) sowie Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel. Foto: Strohmeier

Beim diesjährigen Bürgerempfang war Joey Kelly, Musiker und Extremsportler, in Bad Dürrheim zu Gast. Der Siedersaal im Haus des Bürgers war voll besetzt, man war gespannt, was sich hinter dem Vortragstitel „No limits – wie erreichen wir unsere Ziele“ verbirgt.

Schon vor der Saalöffnung um 18 Uhr gab es einige Wartende vor dem Haus des Bürgers. Innen wurden die Gäste am Eingang zum Siedersaal von Bürgermeister Jonathan Berggötz sowie Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel begrüßt.

Jonathan Berggötz In seiner Begrüßungsrede freute sich Bürgermeister Jonathan Berggötz über den Gastredner Joey Kelly und ging dabei mehrmals auf das Leitmotiv des Abends ein, denn diese „Limits“ seien in der Stadt finanzieller wie auch personeller Art.

Joey Kelly im Gespräch mit Bürgern, hier mit Ingrid Limberger und Wolfgang Schötz. Foto: Strohmeier

Mit Blick auf die Zukunft gibt es verschiedene Ziele, die angegangen werden, dazu gehört die touristische Entwicklung, die Erweiterung des Solemars, die Stadtentwicklung durch den Bau von Hotels und Wohngebieten, Klimaschutz und klimaaktives Handeln durch Biodiversität und den Einsatz von erneuerbaren Energien. Zudem gehöre der Ausbau des Bildungsangebots bei Kindergärten, Schulen und der Bibliothek dazu.

Er rief die Bürger auch auf, sich selbst zu engagieren. In gut einem Jahr finden die Kommunalwahlen statt. Hierfür suchen die Parteien Bürgerinnen und Bürger, die sich politisch zum Wohle der Stadt einbringen. Er rief auf, sich Gedanken zu machen, ob eine Kandidatur für den einen oder anderen in Frage kommen würde. Es benötige aktive Gemeinderatsmitglieder. Er vergaß zudem nicht, dass es andere Engagements gibt. Wie die Vereine, auch dort würden Ehrenamtliche benötigt. Um dies zu unterstreichen, stellten sich einige Vereine und Interessensgruppen an diesem Abend im Foyer vor.

Joey Kelly Joey Kelly wurde bekannt mit seinen Eltern und Geschwistern, mit denen er als Kelly Family durch Europa zog. Natürlich kam er in diesem Abend an diesem Kapitel seines Lebens nicht vorbei – begründete es doch seine Bekanntheit. Er verdeutlichte, dass die Familie als Straßenmusiker damals nicht auf Rosen gebettet war und am Ende des Tages nur das zählte, was sie in ihrem Hut an Münzen hatten. Auch erzählte er von seinem strengen Vater Dan Kelly und wie sie durch die Lande zogen. Er brachte zum Ausdruck, dass er seinen Vater für dessen Energie bewunderte.

Joey Kelly (Mitte) bekommt von der Stadt eine Elsbeere geschenkt, die Bürgermeister Jonathan Berggötz (rechts) sowie Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel übergeben. Foto: Strohmeier

Kelly stellte die Frage: „Ist Glück im Leben ein Zufall?“ Und beantwortete sie: „Leider nicht.“ Ein starker Wille und ein klares Ziel vor Augen seien dazu nötig. Als Beispiel nannte er in den Erzählungen seine verschiedenen Aktivitäten: von den Teilnahmen an mehreren Iron-Man- und Triathlon-Wettbewerben bis hin zu der Fahrt nach China, die er gemeinsam mit seinem Sohn in einem VW-Bus unternommen hat, oder seine Wanderung von Wilhelmshaven auf die Zugspitze – alles hatte die Grundlage des Willens und des Ziels.

Allerdings ging er recht wenig darauf ein, wie man dieses Denken entwickelt und welches Team hinter ihm steht. Es wurden das eine oder andere Mal Freunde genannt, die ihn unterstützen und er sprach von Trainingseinheiten, die teilweise nach den Konzerten stattfanden. Doch die mentale Unterstützung, die man für solch einen Werdegang benötigt, war eher eine Randnotiz.

Unterhaltsam war es für die Gäste jedoch allemal. Zu diesen gehörten neben zahlreichen Bad Dürrheimer Bürgern und Gemeinderäten unter anderem Landrat Sven Hinterseh, die Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Braun, Tuningens Bürgermeister Ralf Pahlow sowie der Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, Jürgen Roth. Im Programmteil spielte der Sunthauser Musikverein.

Markus Spettel Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel, ging in seinen Abschlussworten darauf ein, dass das Streben nach Zielen die Gesellschaft auch nachhaltig nach vorne bringt und jeder in diesem Puzzle seine Aufgabe habe. Er griff einen Satz auf, den Kelly nannte: „Mehr geben als nehmen.“ In der Gesellschaft heiße dies, dass jeder auch mal persönlich für die anderen zurückstecken müsse.

Der Sunthauser Musikverein übernimmt beim Bürgerempfang die musikalische Unterhaltung. Foto: Strohmeier

Joey Kelly durfte sich noch ins goldene Buch der Stadt eintragen und bekam eine Elsbeere als Erinnerungsbaum geschenkt, der im Kurpark eingepflanzt wird. Der Baum habe eines der härtesten Hölzer unter den einheimischen Bäumen, wusste Spettel – was somit durchaus passt.