Die höchste Auszeichnung erhielt der Mediziner Wolfgang Schubert. Kleine Wappenteller überreichte Bürgermeister Wörpel an Barbara Zipfel und Clemens Faller.
Seit Jahrzehnten ein fester Termin in Schönwald ist die Ehrung verdienter Bürger und Sportler sowie der Blutspender als letzte Sitzung des Gemeinderats.
Erstaunlich wenige Ehrungen hatte Bürgermeister Christian Wörpel in diesem Jahr im Gepäck – allerdings aus guten Gründen. Zwei der zu Ehrenden hätten aus wichtigen terminlichen Gründen absagen müssen – „dann sind sie halt im nächsten Jahr dran, denn wir vergeben die Wappenteller nur dann, wenn sie von den zu Ehrenden auch persönlich entgegen genommen werden können“, erklärte Wörpel.
Mit den Sportlerehrungen sehe es nochmals anders aus, da hingen im „verwöhnten“ Schönwald die Trauben schon sehr hoch – verständlich, wenn man so hoch dekorierte Sportlerinnen und Sportler bis hin zu Weltmeistern und Olympiasiegern im Dorf oder zumindest im dörflichen Verein aufweisen kann. Daher habe er in diesem Jahr keine Sportlerehrung vorzunehmen, bekannte der Bürgermeister.
Ehrenamt und Vereinsleben seien zweifelsohne das Herzstück einer Gemeinde, ob klein oder groß. Viele Beispiele gebe es dazu auch in Schönwald. Freiwilligenarbeit stifte Gemeinschaft, bringe Menschen zusammen und fördere ein faires und inklusives Miteinander, ganz ohne Vorurteile. Das Spektrum des Ehrenamts zeige sich im Dorf auf vielfältige Weise, vom sozialen Engagement bis hin zu aktiver Vereinsarbeit.
Daher könne er zunächst zwei Wappenteller der Stufe III (kleiner Wappenteller) verleihen. Und hier galt es, einen Gütenbacher Bürger – laut Wörpel der Letzte vor der Grenze zur Gemeinde Simonswald - für seine Verdienste in einem wichtigen Schönwälder Verein auszuzeichnen: Clemens Faller gehört seit 30 Jahren dem Musikverein Kurkapelle Schönwald an, spielt dort die B- und Es-Klarinette und ist im Klarinettenregister eine wichtige Stütze. Zudem sei er als Ausbilder aktiv und gilt zudem als Vereins-Elektriker „und dies in Perfektion“, so Wörpel.
Im Einsatz für die Fasnet
Der Wappenteller Nummer zwei ging an eine Stütze der „Fünften Jahreszeit“ bei der Narrenzunft „Hirtebue“. Barbara Zipfel ist dort seit 35 Jahren tätig, war lange Jahre zweite Vorsitzende. Bei der Fasnet war und ist sie stets vielseitig engagiert. Vor allem zeichne sie sich als Chefredakteurin des Narrenblättles „De Hirtebue“ sowie bei der Organisation der Vereinsausflüge aus.
Dann folgte die Hauptehrung – die Würdigung eines Mannes, der bereits vor 40 Jahren mit der zweithöchsten Auszeichnung, dem Wappenteller der Stufe II geehrt worden war wegen seiner Verdienste um den Kurort Schönwald: Mediziner Wolfgang Schubert.
Vater der Schönwälder Kur
Vor 50 Jahren sei er als junger Arzt maßgeblich an der Prädikatierung des Dorfes als „Heilklimatischer Kurort der Premium-Klasse“ beteiligt gewesen, ein Prädikat, das eine Seltenheit unter 360 Heilbädern und Kurorten sei, nur 18 Mal wurde es vergeben. „Das ist die Champions League der Kurorte“, betonte der Bürgermeister. Er habe die so genannte „Schönwälder Kur“ entwickelt. Die Begriffe „Kur“ und „Heilklima“ seien bis heute im Ort zu finden. Auch nachdem er in eine Donaueschinger Klink berufen worden sei, habe er dafür gesorgt, dass die medizinische und kurärztliche Versorgung weiter geführt wurde.
Bis heute seien der Mediziner und seine Frau eng mit dem Kurort verbunden. Gemeinsam mit Bruno Allgaier und der Gruppe „Aktiv für Schönwald“ sorge er unter anderem dafür, dass die Kneipp-Anlage stets in Schuss ist. „Den großen Wappenteller der Stufe I haben Sie sich redlich verdient“, betonte Wörpel, der bei den Ehrungen von seinem Stellvertreter Johannes Fattler unterstützt wurde.