Einiges geplant ist in den kommenden Jahren in Renfrizhausen. Foto: Stöhr

In dem Teilort von Sulz stehen trotz knapper Finanzen „Riesen-Projekte“ an. Das sollte den Wunschzettel der Bürger ein bisschen schrumpfen lassen.

Zum Bürgerdialog kam die Stadtspitze in den Sulzer Teilort und stellte sich den Fragen und Anliegen der Zuhörer und Ortschaftsräte.

 

Dabei ging es um anstehende und abgeschlossene Projekte, die Mittelanmeldungen für das Jahr 2026 und den Hallenausschuss. Letzterer habe sich erst neulich zu einer Begehung getroffen. Ziel sei es, alle Vereine, die die Halle nutzen, zu vertreten.

Im Rahmen der Bürgerfragen sprach Zuhörer Reiner Kimmich die Glascontainer an, die sich seit drei Jahren bei seinem Grundstück befinden. Wie vielerorts sei der Zustand schlecht. Ob man nicht einen neuen Standort beim neuen Schuppengebiet finden könnte, wollte Kimmich wissen. Bisher sei dort nur der Grüngutplatz geplant, erklärte Bürgermeister Jens Keucher und mahnte, dass es „höchste Eisenbahn“ sei, mögliche Änderungswünsche an das Stadtbauamt mitzuteilen.

Weitere Themen bei den Bürgerfragen waren der Zustand der Kriegsgräber auf dem Friedhof und das Mähen von verwilderten Grundstücken beim „Grünen Baum“ und am Spielplatz, wo sich bereits Disteln breit machten. Der Friedhof sei immer ein „heikles Thema“, wusste der Bürgermeister aus Erfahrung. Gleichzeitig stelle er auch eine Art Visitenkarte für Menschen von außerhalb dar. Man solle sich an den Fronmeister wenden.

Bürgermeister Jens Keucher ist zu Gast im Ortschaftsrat Renfrizhausen. Foto: Stöhr

Ortsvorsteher Volker Tietze gab einen Rückblick und einen Ausblick auf vergangene und anstehende Projekte im Ort. Zu den Aufgaben, die angegangen werden sollen, gehören das Neubaugebiet „Hintergärten“ und das Schuppengebiet mit Grüngutplatz. Außerdem ist eine Erweiterung des Kindergartens geplant und im kommenden Jahr stehe die Sportlerehrung an.

„Riesen-Projekte“ sind geplant

Bürgermeister Jens Keucher dämpfte die Erwartungen in Sachen Mittelanmeldungen und verwies darauf, dass in der Zukunft „Riesen-Projekte“ in Renfrizhausen anstehen. Das Bürgerhaus, wo auch die Ortsverwaltung künftig unterkommen soll, gehört dazu. Der ELR-Zuschuss sei gerade eingegangen, und die Sanierung der Gebäudehülle solle noch in diesem Jahr erfolgen, informierte Keucher.

Auch die Kindergarten-Erweiterung fordere die Stadt finanziell. Hinzu komme noch das Baugebiet, das sich leider etwas verzögert habe. Dennoch: „Es geht in Renfrizhausen die nächsten Jahre sehr viel“, sagte Keucher. Deshalb rate er dazu, weitere Mittelanmeldungen auf das Nötigste zu begrenzen. Das betreffe auch die Mühlbachhalle. Nur was wirklich notwendig ist, könne aktuell berücksichtigt werden.

Der Schultes nutzte am Ende der Sitzung die Gelegenheit, sich bei allen Ortschaftsräten für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu bedanken. Es sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, sich für ein – verpflichtendes – Ehrenamt zu entscheiden.