Die Pfingstbrunnenwiese in Holzhausen wird von den Beteiligten des Rundgangs (von links) Karl Götz, Gerold Knispel, Staatsrätin Barbara Bosch, Bürgermeister Jens Keucher, Birgit Stiehle und Hans-Ulrich Händel in Augenschein genommen. Foto: Müller

Barbara Bosch ist für einen kleinen Rundgang auf die Pfingstbrunnenwiese in Holzhausen zu Gast, um mehr über Streuobstwiesen und die hohe Bürgerbeteiligung in Sulz zu erfahren.

Ganze zwölf Tonnen Äpfel wurden für die diesjährige Ration der Sulzer Drei-Täler-Apfelschorle verarbeitet. Daraus konnten 8500 Flaschen Schorle und 5000 Flaschen Apfelsaft gewonnen werden. Die Initiative ist eine von vielen Aktionen und Projekten, die der Verein „Netzwerk Streuobst und nachhaltiges Sulz“ gemeinsam mit den Kindergärten, Schulen, Vereinen und engagierten Bürgern organisiert.

 

Apfelsaft und Bürgerbeteiligung

Die Bürgerbeteiligung in Sulz ist hoch, hier packen viele mit an – und das gerne. Das ist sogar schon bis zu Barbara Bosch, der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg, durchgedrungen. Deshalb traf sie sich am Montag mit einer überraschend großen Gruppe interessierter Bürger zu einem belebten Austausch zum Thema Bürgerbeteiligung.

Nach einer kurzen Wanderung zur Pfingstbrunnenwiese in Holzhausen folgten einige informative Beiträge und im Anschluss ein reger Austausch unter den Beteiligten. Dazu gab es selbst gebackenen Apfelstrudel und natürlich die Drei-Täler-Apfelschorle.

Zu Beginn stellte Bürgermeister Jens Keucher die Frage, die ihn und die Sulzer in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen wird: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“

Zusammenhalt und Offenheit

Die Antwort aus der Bürgerschaft: nachhaltig, gemeinsam und mit einem offenen Blick für alle Ideen, Vorschläge und Wünsche. So sagte Birgit Stiehle vom Lenkungskreis, dass die gegenseitige Motivation ein wichtiger Aspekt bei der Bürgerbeteiligung sei. „Es ist wichtig, sich immer wieder vorzuhalten, was man bereits geschafft hat.“

Das sieht die Staatsrätin genauso. Es sei der Grund, wieso sie das Gespräch mit den Sulzern gesucht habe. „Ich möchte wissen, was hier gut funktioniert und was vielleicht noch nicht so gut klappt. Das nehme ich mit, und hoffentlich hilft das eine oder andere ja auch anderen im Land ein Stück weiter.“

Auch Hans-Ulrich Händel, der Bürgerbeauftragte der Stadt, stimmt zu: „Ein Bürgermeister und ein Gemeinderat alleine können das alles gar nicht schaffen.“ Es brauche zwingend das Engagement der Bürger. Obwohl jenes in Sulz bereits vorzeigbar vorhanden sei, wolle man es weiter ausbauen, so Händel.

Was hat es mit der Drei-Täler-Apfelschorle auf sich?

Die Drei-Täler-Apfelschorle
ist eine Initiatives des Vereins „Netzwerk Streuobst und nachhaltiges Sulz“. Die Äpfel und Birnen für den Apfelsaft stammen ausschließlich von den Sulzer Streuobstwiesen. Für die Pflege der Streuobstwiesen gehen zehn Cent je verkauftem Liter Apfelsaft an den Verein. Bürger, Vereine, Gruppen und die Stadt Sulz engagieren sich gemeinsam für den Sulzer Apfelsaft, der jedes Jahr frisch gepresst wird. An den jährlichen Pflege- und Sammelaktionen beteiligen sich Bürger aller Sulzer Stadtteile.