Ideen, Kritik und viel Diskussionslust: Rund 60 Schiltacher brachten beim Start von „Schiltach Plus“ ihre Vorstellungen für die Zukunft der Stadt ein.
Rund 60 Schiltacher waren zur Auftaktveranstaltung „Schiltach Plus“ in die Friedrich-Grohe-Halle gekommen.
Die externen Moderatoren des Konstanzer Beratungsbüros „Kommune Zukunft“ – Geschäftsführer Moritz Meidert sowie seine Mitarbeiterinnen Teresa Zauner und Madalena dos Reis Goncalves – hatten für die Bürgerbeteiligung sechs Themenbereiche ausgewählt und dazu Stellwände in Halle und Foyer aufgebaut. Diskutiert werden sollten die Bereiche „Begegnen, Teilhabe und Mitmachen“, „Freizeit, Kultur und Vereine“, „Arbeiten und Lernen“, „Öffentliche Räume und Orte“, „Mobilität und Erreichbarkeit“ sowie „Umwelt, Grünflächen und Naherholung“. Aus dem Plenum wurden zu Beginn mit „Energie“ und „Wohnen“ zwei weitere Themen ergänzt.
Bürgermeister Thomas Haas erläuterte kurz die Motivation für den Beteiligungsprozess. Ziel sei es, zu sammeln, wo Bürgerinnen und Bürger der Schuh drücke, unterschiedliche Meinungen einzuholen, bestehende Projekte kritisch zu hinterfragen und neue Ideen anzustoßen. Die Ergebnisse sollen noch in der ersten Jahreshälfte vorgestellt werden, am Ende solle für Schiltach ein „Plus“ entstehen, zeigte sich Haas überzeugt.
Engagierte Diskussionen an den Themenwänden
Per Publikumsbefragung verschaffte sich Teresa Zauner einen ersten Eindruck über die Anwesenden: Die Mehrheit hatte weniger als fünf Minuten Anfahrtsweg und lebt seit mehr als zehn Jahren in Schiltach. Nach Einschätzung des Bürgermeisters waren die älteren Jahrgänge stärker vertreten.
Schneller als geplant fanden sich die Teilnehmenden an den Stellwänden ein und diskutierten teils engagiert, was Schiltach lebenswert mache und wo Handlungsbedarf gesehen werde. Drei Themenbereiche wurden von den externen Moderatoren betreut, bei den übrigen unterstützten Ortsvorsteher Thomas Kipp, Gemeinderat Axel Rombach und Hauptamtsleiter Michael Grumbach.
Wünsche, Kritik und neue Ideen
Die Themenwände füllten sich rasch. An der von Michael Grumbach betreuten Wand wurden Wünsche nach weiteren Kulturveranstaltungen, etwa auf dem Schlossberg, gesammelt. Bei Axel Rombach dominierte die ergänzte Thematik „Wohnen“ mit Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, Unterstützung beim altersbedingten Wohnungswechsel sowie Leerstandsmanagement. Thomas Kipp hatte bei den Themen Umwelt und Natur mit einer sehr aktiven Gruppe zu tun, wodurch auch Fragen rund um Grünanlagen, Naherholung und den Friedhof diskutiert wurden.
An den übrigen Wänden ging es unter anderem um das Kopfsteinpflaster, Wohnmobil-Stellplätze auf der Lehwiese sowie um den begrenzten Parkraum. Im Bereich Mobilität überwog die Zufriedenheit mit dem aktuellen Angebot, angesprochen wurden jedoch die bevorstehende Tunnelsperrung und der Weiterbau des Radwegs Richtung Wolfach. Bei „Begegnung und Teilhabe“ wurde das bestehende Angebot gelobt, zugleich aber ein fehlendes Angebot für die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren benannt.In einer zweiten Runde ergänzten die Gruppen gegenseitig ihre Themen. Genannt wurden unter anderem ein Bouleplatz, ein Skaterpark oder ein Basketballfeld.
Die Ergebnisse werden zeitnah auf der Homepage der Stadt veröffentlicht.