Innenstadtgestaltung und Lärmschutz: 60 Bürger waren gekommen, um Vorschläge vorzubringen. Bei der Verkehrsführung herrschte Konsens, auch bei Tempo 30. So geht es nun weiter.
Erneut waren die Furtwanger Bürger aufgefordert, sich an Planungen für die Stadt zu beteiligen. Nach einer Bürgerbeteiligung im Vorjahr zur Gestaltung der Innenstadt folgte nun die zweite Bürgerbeteiligung. Ergänzt wurde sie diesmal durch das Thema Lärmschutz.
Wolfgang Wahl und Janne Hesse vom Büro Rapp stellten den aktuellen Sachstand vor. Nach der Bürgerbeteiligung im vergangenen Jahr war das Thema Innenstadtgestaltung in Absprache mit dem Gemeinderat noch einmal weiterentwickelt worden.
Bei beiden Themen wird nach dieser Bürgerbeteiligung das Büro Rapp die Vorschläge endgültig ausarbeiten, bevor dann der Gemeinderat über die einzelnen Punkte entscheidet. Wolfgang Wahl zeigte sich positiv überrascht, dass nach 25 Anmeldungen rund 60 Bürger in die Festhalle gekommen waren, um mitzureden.
Am Ende der Veranstaltung dankte Bürgermeister Josef Herdner für die rege Teilnahme. Es habe wieder wichtige Erkenntnisse gegeben, die nun in die weiteren Planungen und Entscheidungen des Gemeinderates einbezogen werden. So könne man gute und umsetzbare Lösungen finden.
Verbesserungspotenzial
Beim Thema Innenstadt und Verkehr wurde deutlich, dass es hier einiges Potenzial für Verbesserungen gibt. Vorgestellt wurden den Bürgern verschiedene Lösungsvorschläge. Nach den Referaten hatten die Bürger bei beiden Themen die Möglichkeit, diese Vorschläge an Stellwänden zu bewerten und eigene Fragen und Vorschläge einzubringen.
Nach der Sammlung der Stimmen aus der Bürgerschaft stellte Wolfgang Wahl die Abstimmung zu verschiedenen Vorschlägen vor.
Bei der Verkehrsführung rund um die Innenstadt war die Stimmung der Bürger eindeutig für die bestehende Verkehrsführung ohne neue Einbahnstraßenregelung. Dann werde aber auf jeden Fall die Breite der Fahrbahn verändert, um mehr Platz für die Fußgänger und damit mehr Qualität zu gewinnen. Die Wilhelmstraße werde so deutlich schmäler.
Statt Parkplätzen auf der Straße gelte es, zur Steuerung die Tarife für das Parken anzuheben und im Parkhaus deutlich zu senken.
Mehr Querungshilfen
Beim Themenbereich Fußgänger gab es für die Fußgängerzone beim Narrenbrunnen wenig Akzeptanz, zusätzliche Querungshilfen seien aber nützlich und wichtig.
Ebenfalls keine Zustimmung gab es für eine mögliche Fahrradstraße in der Bismarckstraße. Auf jeden Fall verbessert werden sollen die Haltestellen für den Bürgerbus. Positiv bewertet wurde Tempo 30.
Beim Thema Lärm ging es vor allem um die Senkung der Geschwindigkeit an Stellen, wo die Anwohner massiv durch Lärm belästigt werden. Eindeutig befürwortet wurde von den Bürgern Tempo 30 in der Bregstraße – dies war vom Gemeinderat abgelehnt worden –, in der Bismarckstraße und in der Allmendstraße. Die Regelung auf der Alemannenstraße in Schönenbach soll bleiben.
So kann man mitmachen
Stellungnahmen
Weitere Möglichkeiten zur Mitwirkung: Die Ergebnisse aus dem Lärmaktionsplan werden nun ähnlich wie andere Planungen öffentlich ausgelegt. Sowohl Behörden und Verbände, aber auch jeder Bürger kann diese Planungen einsehen und bis zum 10. Juni Stellungnahmen einreichen. Diese werden dann anschließend bei der weiteren Bearbeitung des Lärmaktionsplanes berücksichtigt.