Narrenzunft und Publikum feiern den 59. Zimmerner Bürgerball. Captain CC, Darth Vader und die Crew begeistern das Publikum mit ihrem Programm.
Auf die intergalaktische Mission 59 nahmen Captain CC (Narrenchef Daniel Rühle) und seine Crew das Publikum beim 59. Bürgerball in der komplett ausverkauften Turn- und Festhalle mit. Und sie hatten nicht zuviel versprochen.
Die überwiegend glitzernd und schimmernd – ganz nach Astronautenart – gekleideten Gäste waren bereits zu Beginn bester Stimmung und gespannt auf die Entdeckung fremder Welten. Begleitet wurde das Raumschiff von dem erfahrenen Missionsleiter Professor Houston (Fabi Maier) und seiner reizenden Assistentin Miss Quickli (Nico Mager), die sofort die Lacher auf ihrer Seite hatten.
Spannende Zwischenfälle und Pannen auf der Milchstraße
Mit eingebunden in die Mission, jedenfalls von ihrem Platz aus, war auch Ortschefin Carmen Merz, die mit der Überwachung des Faxeinganggerätes betraut war. An Bord waren zudem Christoph Bechtold, Georg Hauser und Frank Huber von der Mutterzunft mit ihren Frauen.
Nach der Begrüßung legte das Narrenzunftballett aus Villingendorf eine flotte Sohle aufs Parkett, wofür es vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurde. Und während die Gäste im großen Raumschiff auf Reisen ging, gab es für die drei Zünftler Thomas Rühle, Günther Kopf und Pam Teufel eine kleinere Version, mit der sie ins All starteten.
Doch ohne Probleme bliebt die Reise nicht, immer wieder riefen sie bei „Hallo Husten, sind sie da...“ um Hilfe, hatten mit einem Unfall auf der Milchstraße zu kämpfen, einem riesigen schwarzen Loch und schließlich landeten sie sogar an der Himmelspforte. Das Publikum war begeistert.
Grandios war auch der Programmpunkt der Narrenzunftfrauen, die eine beeindruckende Schwarzlichtperformance darboten, die ebenso begeisterte. Fulminant ging es mit dem Zimmerner Narrenzunftballett weiter.
Darth Vader übt scharfe Kritik – Satire in der Bütt
Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Darth Vader (Pasi Teufel) in der Bütt. Mit Laserschwert und in voller Montur trat er auf die Bühne. Das Geschehen in Zimmern hatte er genau beobachtet und einmal mehr klare Worte parat. Kritik übte er an der Gemeinderatswahl. „Es isch an ziemlich großa Witz, des Gremium ging nuf von 18 auf 25 Sitz. Es isch zum Zähneknirscha, der Gmoindsrat isch aufbläht, wie dein Ranza noch em Maibock im Hirscha“, reimte er.
Auch, dass es zur konstituierenden Sitzung lediglich trockene Weckle gab, beliebte Dark Vader nicht. Die Demokratie beim Häuslebau hatte er ebenso im Visier wie die anstehende Bürgermeisterwahl. „Carmen, du willsch es nomol wissa, Zimmern isch halt an Leckerbissen“, begrüßte er die erneute Kandidatur von Carmen Merz, stellte aber auch die Frage, ob dies wirklich daran liege, oder vielmehr an der Sofortrente, die nach der zweiten Amtszeit winke.
Kritik übte er, dass die Zimmerner ihren 750. Geburtstag beinahe vergessen hätten, und natürlich an der Rottweiler Mutterzunft und ihrem Slogan „I larv you“, was sein Germanisten Herz schmerzen ließ, wie er sagte. Doch er trieb es noch weiter. „Bald heißt des nimme huhuhu, sondern bloß no i juzg du, oder narro kugelround, City People gut gelaunt.“ Das Publikum grölte. Ebenso wie bei dem mittlerweile zur Tradition gewordenen Programmabschluss: der Jukebox.
Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl, die Halle bebte beim Auftritt der Zunftmannen, so dass auch die neu engagierte Band, „Schwarzwald Buam“ nur noch staunte. Nach gut vier Stunden Programm begab sich die Besatzung in die Bar und feierte bis in die frühen Morgenstunden.