Die Epfendorfer Hexen treiben Schabernack. Foto: Wagner

Mit schwungvollen Gardetänzen, eindrucksvoller Hexenpyramide und viel närrischem Witz feierte Epfendorf seinen Bürgerball in der voll besetzten Turn- und Festhalle.

Neben Heiterkeit und Freude steht beim Epfendorfer Bürgerball das Brauchtum an erster Stelle bei der Fasnet, und so eröffnete man auch den diesjährigen Bürgerball mit dem Einmarsch des Elferrates und der Garde unter den Klängen des Narrenmarsches.

 

Das stehende Publikum begleitete den bunten Zug, voraus der Standartenträger, mit rhythmischem Klatschen bis zur Bühne, wo man sich um Präsident Jonas Schinacher positionierte, der in Reimen kurz das vergangene Jahr Revue passieren ließ und die Gäste, darunter zahlreiche Ehrenmitglieder, Bürgermeister Mark Prielipp mit Gattin sowie Pfarrer Martin Schwer in der voll besetzten Halle willkommen hieß.

Der Gardetanz gehört ebenfalls zum Ritual, und unter dem Jubel des närrisch gewandeten Narrenvolkes zogen Narros, Schantle und Hexen ein und verwandelten den Saal in ein buntes Narrendorf.

Julian Botzenhart wird geehrt

Julian Botzenhart wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Elferrat vom Präsidenten geehrt, bevor Narros und Schantle ihren Brauchtumstanz präsentierten und sich zum anschließenden Brezelsegen unter die Menge mischten. Immer wieder spannend ist der Hexentanz, der auch diesmal vor allem mit seiner großen Hexenpyramide das Publikum beeindruckte.

Die mittlere Garde brachte italienisches Flair in die Halle, und beim ersten Narrenstückle musste sich eine erfahrene Gardetänzerin erklären lassen, welche Melodie zum Narrenmarsch gehört.

„Hergottsblitz“ soll bleiben

Der Auftritt der „Pinguine“ vom Turnverein erzeugte erneut, nachdem die Premiere schon beim Vereinsball stattgefunden hatte, Beifallsstürme, und man wollte den „Hergottsblitz“, die Josephine Wonderfitz, fast nicht von der Bühne lassen.

Zwischen den Programmteilen gab es immer wieder Schunkel- und Stimmungsrunden durch das Duo „Die Lausbuba“, und selbstverständlich gehörte auch das „Gute Laune“-Lied zum Repertoire.

47 Kilometer zum Metzger

Ein Kameradschaftsabend ohne Festessen ist undenkbar, und so wurde ein Elfer kurzfristig damit beauftragt, das bereits bestellte Mahl beim Metzger abzuholen. Durch diverse Umleitungen gehemmt, musste er eine lange Strecke nach Irslingen in Kauf nehmen, um dort festzustellen, dass die leckere Speise nicht bei der dortigen Metzgerei Digeser, sondern beim „Jauch“ in Oberndorf bestellt worden war. Anstatt der vorgesehenen acht Minuten war der gute Mann über eine Stunde unterwegs und hatte stolze 47 Kilometer auf dem Tacho.

Die Verlosung der Tombolapreise brachte wieder für manchen eine Überraschung, und nach dem Narrenstückle rund um ein Vogelhäusle beendeten Elferrat und die Große Garde ein buntes und abwechslungsreiches Programm. „Die Lausbuba“ animierten zum Tanzen, Schunkeln und sorgten weiterhin für fröhliche Stunden beim Epfendorfer Bürgerball in der Turn- und Festhalle.