Geldscheine Foto: Patrick Pleul/dpa

Die KfW-Förderungen im Zollernalbkreis gehen drastisch zurück. Die Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz äußert sich besorgt.

Mit einer Fördersumme in Höhe von 37,6 Millionen Euro liegen die KfW-Förderungen im Zollernalbkreis laut Mitteilung der CDU im ersten Halbjahr 2023 deutlich hinter dem Vorjahr. Im Jahr 2022 betrug die Fördersumme insgesamt 201 Millionen Euro.

Diese Entwicklung sei letztlich Ausdruck großer Verunsicherung bei vielen Bürgern und Unternehmen, hoher Inflation und eines insgesamt besorgniserregenden wirtschaftlichen Abwärtstrends, kritisiert die CDU-Wahlkreisabgeordnete für Tübingen-Hechingen, Annette Widmann-Mauz.

Widmann-Mauz: Vertrauensverlust der Bürger ist groß

„Die rückläufigen Förderzahlen im Zollernalbkreis belegen, wie groß der Vertrauensverlust der Bürgerinnen und Bürger in die staatliche Förderung vor allem bei Fragen des energieeffizienten Bauens und Sanierens ist. Dazu haben das Hin und Her der Bundesregierung bei der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude, aber auch die monatelangen Diskussionen um das Gebäude-Energiegesetz gesorgt. Für Millionen Menschen in Deutschland ist weiter unklar, welche Vorgaben und Kosten im nächsten Jahr auf sie zukommen werden – das schlägt sich auch in den KfW-Zahlen nieder“, erläutert Widmann-Mauz.

„Die weiterhin hohe Inflation sowie hohe Baukosten und Zinsen führen auch im Zollernalbkreis dazu, dass viele Bau- und Sanierungsprojekte zum Stillstand kommen. Wir brauchen deshalb nicht nur dringend mehr Verlässlichkeit in der Förderung, sondern auch ein echtes Konjunkturprogramm für die deutsche Wirtschaft als Ganzes. Denn ein wirklicher Strukturwandel und Schub für energieeffizientes Bauen und Sanieren gelingt nur, wenn er auch in der Breite ankommt (...)“, sagt Widmann-Mauz.