Die Tigermückensaison beginnt und die Stadt bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sie rät zu einfachen Maßnahmen und stellt Hilfsmittel zur Verfügung.
Bedingt durch den Klimawandel hat sich die Asiatische Tigermücke im Lörracher Stadtgebiet angesiedelt. Da die Mücke potenziell Viren übertragen kann, die Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunya-Fieber auslösen können, gehört die Eindämmung der Ausbreitung der Art zum Bevölkerungsschutz.
Mit den klimatischen Bedingungen in Südbaden hat sich seit 2017 die ursprünglich tropische Asiatische Tigermücke in Lörrach angesiedelt. Zwar ist eine Verbreitung von Krankheiten durch die Asiatische Tigermücke unwahrscheinlich. Aber um das Gefahrenpotenzial zu minimieren, möchte die Stadt gemeinsam mit der Bürgerschaft den Bestand so gering wie möglich halten.
Mückenlarven werden ab Mai aktiv
Das gelingt am besten schon, bevor die Mückenlarven zwischen Mai und September flügge werden und sich wiederum exponentiell vermehren können. Die Bevölkerung ist deshalb zur Umsetzung einiger einfacher Maßnahmen aufgerufen.
Als Brutstätte nutzt die Tigermücke kleinste Wasseransammlungen in natürlichen und künstlichen Behältern. Diese reichen von Regentonnen, Blumenvasen und Blumentopfuntersetzer über Vogeltränken und verstopfte Dachrinnen. Diese gilt es trocken zu halten.
Als am effektivsten hat sich die gezielte Bekämpfung vor Ort erwiesen. Um mögliche Brutstätten zu vermeiden, sollten unnötige Wasserbehältnisse entfernt, Regentonnen entweder dicht abgedeckt oder einmal pro Woche restlos geleert werden. Ungenutzte Behälter wie zum Beispiel Gießkannen sollten auf dem Kopf gestellt werden, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann.
Für Rat und Hilfe zum Thema Tigermücke
Alternativ können Brutgewässer wöchentlich mit speziellen Tabletten behandelt werden, die gezielt Stechmückenlarven abtöten. Diese Tabletten sind weder für Menschen noch Pflanzen oder andere Tierarten schädlich. Die Bti-Tabletten sind in Baumärkten sowie – solange der Vorrat reicht – an der Infothek im Rathaus erhältlich.
Für Rat und Hilfe zum Thema Tigermücke steht die Stadt Lörrach, zur Verfügung. Unter der E-Mailadresse ordnung@loerrach.de können Fotos von Exemplaren zur Bestimmung eingereicht werden, um zu klären, ob es sich tat. Zudem können Tipps zur Prävention im eigenen Garten oder Balkon angefragt sowie Hinweise auf unbemerkte längerfristige Wasseransammlungen auf dem Stadtgebiet gemeldet werden. Zusätzlich gibt die Webseite der Stadt Lörrach unter www.loerrach.de/tigermuecke Auskunft.
Die Tigermücke hat eine auffällige schwarz-silberweiße Färbung. Sie ist 0,5 bis 1 Zentimeter groß, sie ist auch tagsüber sehr aggressiv.
Zur Unterstützung plant die Verwaltung, die Firma Icybac zu beauftragen, vor Ort einzuschreiten: Voraussichtlich Anfang Juni werden Eiablagefallen aufgebaut, die regelmäßig auf Befall geprüft werden.
Haus-zu-Haus-Prävention findet statt
Zusätzlich zum Monitoring startet Anfang Juni die Haus-zu-Haus-Prävention. Mitarbeitende werden in Gebieten, in denen vorherige Funde bekannt sind, Haushalte direkt ansprechen, aufklären und Bti-Tabletten sowie Regentonnennetze verteilen. Im August ist eine zweite Vor-Ort-Bekämpfung mit Hausbesuchen geplant. Für die Hausbesuche müssen sich die Icybac-Mitarbeitende ausweisen.
Bei einem massiven Befall, wie teils schon am Mittelrhein, wird eine Verteilung des Mittels per Befliegung mit dem Hubschrauber nötig. Da diese wesentlich teurer und weniger zielgerichtet ausfällt als die vorzeitige Bekämpfung „zu Fuß“, bittet die Stadt Lörrach die Bevölkerung um Mithilfe .
Zu Fuß-Bekämpfung ist die effektivste Lösung
Jede Gemeinde ist nur für ihre eigene Gemarkung zuständig. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes kann im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit oder mit einem Monitoring tätig werden. Ebenso steht das Gesundheitsamt als Ansprechpartner zur Verfügung.